Russland und Türkei setzen Gespräche über Gaspipeline Turkstream aus

Angesichts des Zerwürfnisses zwischen Russland und der Türkei liegen nach russischen Angaben die Gespräche zum Bau der geplanten Gaspipeline Turkstream auf Eis. Die Verhandlungen seien "ausgesetzt" worden, sagte Russlands Energieminister Alexander Nowak am Donnerstag laut russischen Nachrichtenagenturen.

Demnach legte die zuständige Kommission das Projekt im Rahmen der von Russland verhängten Vergeltungsmaßnahmen nach dem Abschuss eines russischen Militärjets durch die türkische Armee auf Eis.

Gazprom-Chef Alexej Miller hatte zum Stand der Verhandlungen zuvor gesagt: „Wenn die Türkei glaubt, dieses Projekt zu brauchen, dann muss sie sich an uns wenden.“ Ankara habe aber noch „keinen Vorschlag“ vorgebracht.

Die Pipeline Turkstream soll die geplante Leitung South Stream ersetzen, die unter dem Schwarzen Meer und an der Ukraine vorbei Gas nach Südeuropa bringen sollte. Ende 2014 hatte Russland South Stream vorerst aufgegeben und zur Begründung auf eine Blockade durch die EU-Kommission verwiesen. Durch die Leitung Turkstream soll ebenfalls an der Ukraine vorbei Gas in Richtung Europa strömen. Allerdings wird auch dieses Projekt von Schwierigkeiten begleitet. Ursprünglich sollte der Bau bereits Mitte 2015 beginnen.

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