Livestream aus Istanbul: Das tun Medien für den deutsch-türkischen Dialog

Am kommenden Donnerstag und Freitag dreht sich in Istanbul alles um die Nutzung und Wirkung von Medienangeboten im deutsch-türkischen Kontext. Via Livestream können Interessierte Debatten und Vorträge verfolgen. Ein Thema der Konferenz wird auch die Mediennutzung von in Deutschland lebenden türkischen Migranten sein.

Ob eine Fernsehserie wie „Türkisch für Anfänger“ oder ein Film von Regisseur Fatih Akın, ob Facebook oder Twitter: Wie werden Medienangebote im deutsch-türkischen Kontext genutzt – und was bewirken sie? Darüber diskutieren Wissenschaftler auf der Konferenz „Media.Bridge.Cultures“ am 10. und 11. Dezember an der Kadir Has University in Istanbul.

Eine der Organisatorinnen der Tagung ist Dr. Özen Odağ von der Jacobs University aus Bremen. Sie sagt: „Medien verbinden, sie können über Grenzen hinweg ein Gefühl der Zugehörigkeit schaffen. Ihre Nutzung wirkt identitätsstiftend und kann zur Integration beitragen.“ Die Medien-Psychologin ist gemeinsam mit Çiğdem Bozdağ von der Kadir Has University Initiatorin und Organisatorin der Konferenz, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Im Rahmen des  deutsch-türkischen Wissenschaftsjahres hatte die Tagung den Ideenwettbewerb des BMBF gewonnen – als innovatives Instrument zur Stärkung des wissenschaftlichen Austauschs zwischen den beiden Ländern.

Ein Thema der Konferenz wird die Mediennutzung von in Deutschland lebenden türkischen Migranten sein. So hat das Fernsehen für diejenigen, die sich noch stark mit ihrer Heimatkultur identifizieren, eine große Bedeutung. In dem Zusammenhang werden unter anderem auch deutsch-türkische Filme, Filmemacher und Fernsehserien thematisiert. Ein anderer Vortrag befasst sich mit der Rolle der sozialen Medien bei der Integration von jungen Erwachsenen mit einem türkischen Hintergrund. Dr. Özen Odağ selbst setzt sich in einer Überblicksstudie mit der Bedeutung des Internets für die Radikalisierung von Jugendlichen auseinander. „Empirische Befunde dazu gibt es kaum“, sagt sie.

Per Livestream im Internet können Interessierte die Tagung mitverfolgen. Das gilt auch für die Vorträge zweier namhafter Sprecher: Andreas Hepp, Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Bremen, und Prof. Dr. Christine Ogan von der Indiana University.

Weitere Informationen und Livestream unter:

http://mediabridges2015.de

https://www.jacobs-university.de/directory/oodag

http://www.jacobs-university.de

Vorstellung der Focus Areas

Über die Jacobs University:

Die Jacobs University ist eine private, unabhängige, englischsprachige Universität in Bremen. Hier studieren junge Menschen aus der ganzen Welt in Bachelor-, Master- und PhD-Programmen. Internationalität und Transdisziplinarität sind die besonderen Kennzeichen der Jacobs University: Forschung und Lehre folgen nicht einem einzigen Lösungsweg, sie gehen Fragestellungen aus der Perspektive verschiedener Disziplinen an.

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