Türkischer Nobelpreis-Gewinner: Putins „Verrücktheiten“ schaden beiden Nationen

Der türkische Nobelpreisträger Aziz Sancar schießt gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Seine „Verrücktheiten“ seien schädlich für die Türkei und Russland. Der Chemiker baut nun auf das russische Volk. Das müsse etwas dagegen unternehmen.

Der türkische Nobelpreisträger Aziz Sancar. (Screenshot via YouTube)

Der türkische Nobelpreisträger Aziz Sancar. (Screenshot via YouTube)

Der frischgebackene Nobelpreisträger Sancar zeigt sich angesichts der jüngsten Spannungen zwischen Ankara und Moskau tief besorgt. Am 7. Dezember meldete er sich nun aus Stockholm zu Wort und vergleicht Russland mit dem „Kranken Mann vom Bosporus.

Gegenüber einem Reporter der Nachrichtenagentur Anadolu erklärte der in den USA lebende Wissenschaftler: „Alle seine Verrücktheiten sind schädlich, sowohl für Russland als auch die Türkei. [Ich hoffe] das russische Volk reißt sich am Riemen und unternimmt etwas gegen Putin.“ Die Zeitvon 1880, die Zarenzeit, sei vergangen. Die Türkei sei kein „kranker Mann, Russland allerdings schon, so Sancar, der damit auf das geschwächte Osmanische Reich im 19. Jahrhundert verweist.

Die Russen werden das Verhalten der Türkei gegenüber Russland und dem Irak nun vor den Vereinten Nationen diskutieren. Zur Sprache kommen sollen sowohl der Abschuss eines Kampfjets durch die türkische Luftwaffe als auch die Präsenz der türkischen Armee im Irak. Stattfinden soll die Sondersitzung unter dem Vorsitz der USA offenbar nach einer Ratssitzung zur Westsahara. Wie die russische Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf diplomatische Kreise am Dienstag berichtet, handelt es sich nicht um eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats, wie türkische Medien zunächst behauptet hatten. Es werden bei der fraglichen Sitzung auch keine Entscheidungen getroffen.

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