Adele vs. Ahmet Kaya: Türkischer Musikkritiker glaubt nicht an Plagiat

Hat Adele nun beim kurdischen Sänger Ahmet Kaya geklaut oder nicht? In die Internet-Debatte um ihren Titel „Million years ago“ hat sich mittlerweile nicht nur die Witwe des verstorbenen Musikers eingeschaltet, sondern auch ein türkischer Musikkritiker. Der glaubt, dass die Britin den Song noch nicht einmal kenne.

Die britische Sängerin Adele. (Foto: Christopher Maksurak/flickr)

Die britische Sängerin Adele. (Foto: Christopher Maksurak/flickr)

Im Internet tobt eine heftige Diskussion darüber, inwieweit „Million years ago“ tatsächlich dem Titel „Acılara tutunmak“ ähnle. Die einen schimpfen: Adele hat bei uns geklaut. Die anderen fordern: Adele, du musst dich erklären.

Mittlerweile hat sich auch die Witwe des Sängers, Gülten Kaya, zu Wort gemeldet. Sie persönlich glaube nicht, dass Adele vorsätzlich einen Song stehlen würde. Hätte sie das in diesem Fall jedoch getan, wäre es in der Tat Diebstahl.

Naim Dilmener, ein türkischer Musikkritiker, wird da etwas deutlicher. Seiner Ansicht nach seien die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Songs keine Beweise für ein Plagiat. Er glaube jedenfalls nicht, dass Adeles Produzent Greg Kurstin von Ahmet Kaya geklaut hat. Es gebe Ähnlichkeiten, aber eben nicht gerade viele. „Ich glaube nicht, dass Adele das Lied von Ahmet Kaya gehört und es bewusst kopiert hat“, zitiert ihn der britische Telegraph.

Von Adele selbst hört man bislang nichts zur Debatte. Auch ihr Label  XL Recordings habe sich bislang geweigert, das Ganze zu kommentieren, so das Blatt weiter. Es seien übrigens schon die zweiten Plagiatsvorwürfe in Zusammenhang mit ihrem aktuellen Album „25“. Bereits im Oktober wurden Vorwürfe laut, die Sängerin habe ihre Ballade „Hello“ möglicherweise von Tom Waits geklaut. Auch damals diskutierten die Musikfans heftig auf Twitter. Im Fokus stand damals jedoch der Text des US-Sängers zu seinem 70er-Hit „Martha“, der „erstaunliche Ähnlichkeiten“ zu Adeles Titel aufweisen sollte.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.