Syrien-Einsatz: Bundeswehr beginnt am Donnerstag mit Truppenverlegung in Türkei

Die Bundeswehr beginnt nach dem Beschluss des Bundestags für einen Syrien-Einsatz der deutschen Armee noch diese Woche mit der Verlegung der ersten Truppenteile. Am kommenden Donnerstag sollen knapp 40 Mitglieder des Luftwaffengeschwaders 51 "Immelmann" vom Fliegerhorst Schleswig nahe der Gemeinde Jagel in den Einsatz verabschiedet werden, wie die Bundeswehr am Dienstag mitteilte.

Außer den Soldaten und zwei Tornados zur Luftaufklärung solle am gleichen Tag ein Bundeswehr-Airbus zur Luftbetankung mit Personal von Köln-Wahn in Richtung der türkischen Militärbasis Incirlik starten.

Der Syrien-Einsatz der deutschen Soldaten beginnt mit einem militärischen Appell, bei dem auch Luftwaffen-Generalleutnant Helmut Schütz und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) erwartet werden. Nach einem Grußwort des Ministerpräsidenten soll das Vorkommando des Luftwaffengeschwaders in einem Airbus A400M in Begleitung der beiden Aufklärungs-Tornados in Richtung Türkei fliegen.

Der Bundestag hatte vergangenen Freitag grünes Licht für den Einsatz von bis zu 1200 Bundeswehr-Soldaten im internationalen Vorgehen gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gegeben. Die Bundeswehr soll mit insgesamt sechs Tornados, einem Satelliten, dem Tank-Airbus, einer Fregatte sowie weiterem Personal Frankreich und andere Bündnispartner logistisch beim Kampf gegen den IS unterstützen. Ein eigener Kampfeinsatz ist nicht vorgesehen. Frankreich hatte nach den Anschlägen in Paris vom 13. November, zu denen sich der IS bekannt hatte, weltweit um militärischen Beistand geworben.

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