Boeing vermisst? Flughafen sucht verzweifelt nach Besitzer

Noch immer läuft die Suche nach der seit März 2014 vermissten Malaysia-Airlines-Maschine, doch der internationale Flughafen in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur schlägt sich mit einem eher gegensätzlichen Problem herum: Er ist auf der Suche nach den Besitzern von drei herrenlosen Boeing-Maschinen.

Medien berichten über die kuriose Suche. (Screenshot YouTube)

Medien berichten über die kuriose Suche. (Screenshot YouTube)

Per Zeitungsanzeige sucht der Betreiber im Augenblick die Eigentümer der drei Maschinen vom Typ 747-200F – zwei Passagierflugzeuge und ein Frachtflugzeug. Eigentlich sollte sich darauf hin auch etwas tun. Immerhin: Eine 747 schlägt mit etwa 150 Millionen Euro Anschaffunspreis zu Buche.

Die Anzeige ist gerichtet an die „unauffindbaren Eigentümer“ der Maschinen. Darin heißt es, dass die Flugzeuge verkauft oder anderweitig genutzt würden, „sollten Sie die Maschine nicht binnen 14 Tagen abgeholt haben“. Der Flughafen verlangt zudem Gebühren unter anderem fürs Landen und Parken.

Der Manager des Flughafens, Zainol Mohd Isa, sagte AFP, die Eigentümer der Maschinen kämen aus dem Ausland, jedenfalls nicht aus Malaysia. Das Zurücklassen der Maschinen könne verschiedene Gründe haben, sagte er. „Manchmal ist es so, dass sie kein Geld mehr haben, um den Flugbetrieb aufrecht zu erhalten.“ Es sei nicht das erste Mal, dass herrenlose Flugzeuge versteigert oder verschrottet werden müssten. Eines sei in den 90er Jahren durch viele Hände gegangen und dann zu einem Restaurant in einem Vorort von Kuala Lumpur umgebaut worden.

In Kuala Lumpur war im März 2014 der Flug MH370 gestartet. Die Maschine der Malaysia Airlines war auf dem Flug nach Peking mit 239 Menschen an Bord von den Radarschirmen verschwunden. Es wird vermutet, dass sie vom Kurs abwich und nach stundenlangem Flug mit leerem Tank in den südlichen Indischen Ozean stürzte. Eine Flügelklappe der Maschine wurde Ende Juli auf der Insel La Réunion angeschwemmt.

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