US-Außenministerium setzt Deutsch-Türken auf Terrorliste

Das US-Außenministerium hat einen türkischstämmigen Deutschen auf seine Terrorliste gesetzt. Der in Deutschland zu einer Haftstrafe verurteilte Emrah E. sei "aktiv in Terrorismus verwickelt" gewesen, teilte das Ministerium in Washington mit.

Emrah E. sei auch auf die Terrorliste der Vereinten Nationen gesetzt worden. Damit müssten alle UN-Mitgliedsstaaten das Vermögen des Islamisten einfrieren und ein Reiseverbot verhängen.

Möglichkeiten zur Reise bestehen für E. derzeit aber ohnehin nicht – Anfang 2014 war der damals 25-Jährige vom Oberlandesgericht Frankfurt am Main wegen der Mitgliedschaft im Terrornetzwerk Al-Kaida und in der in Somalia aktiven Shebab-Miliz zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht hielt es zudem für erwiesen, dass er im November 2010 in einem Anruf beim Bundeskriminalamt wahrheitswidrig behauptet hatte, in Deutschland stünden Anschläge von Al-Kaida bevor – unter anderem auf den Bundestag.

Nach Angaben des US-Außenministeriums hatte der in der Türkei geborene deutsche Staatsbürger für Al-Kaida und die Shebab-Miliz ausländische Kämpfer rekrutiert und Gelder gesammelt. Außerdem soll er im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet und in Somalia gekämpft haben. Im Juni 2012 wurde E. in Tansania festgenommen und anschließend nach Deutschland abgeschoben.

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