Besitzer der verlassenen Boeings: „Wir haben die Flugzeuge gar nicht vergessen!“

Die drei verlassenen Boeings auf dem internationalen Flughafen in Kuala Lumpur scheinen ihren Besitzer gefunden zu haben. Ein Luftfrachtunternehmen aus Malaysia erhebt jetzt Ansprüche. Doch davon, dass die Flugzeuge vergessen worden seien, will man dort nichts wissen.

Medien berichten über die kuriose Suche. (Screenshot YouTube)

Medien berichten über die kuriose Suche. (Screenshot YouTube)

Ein Luftfrachtunternehmen erhebt Anspruch auf die drei vermeintlich herrenlosen Jumbo-Jets in Malaysia. Der Betreiber des internationalen Flughafens in Kuala Lumpur hatte Anfang der Woche per Zeitungsanzeige den Besitzer der Maschinen des Typs Boeing 747-200F gesucht. Das malaysische Unternehmen SWIFT Air Cargo erklärte am Freitag: Wir haben die Flugzeuge gar nicht vergessen!

Hintergrund sind offenbar Verwicklungen zwischen beiden Seiten. Er habe sich seit Monaten mit Managern des örtlichen Flughafenbetreiber MAHB getroffen, zuletzt am 12. Oktober, sagte SWIFT-Besitzer Blue Peterson der Deutschen Presse-Agentur. Danach seien weitere Briefe hin und her geschickt worden. Stattdessen habe der Flughafenbetreiber der Welt erklärt, der Besitzer der Flugzeuge werde vermisst. Der Anwalt von SWIFT, Syed Amir Syakib Arsalan, erklärte, die Maschinen seien im Juni von einer Firma in Hongkong gekauft worden. Eine Kopie des Kaufvertrags liegt dpa vor. Ein Vertreter von MAHB konnte zunächst nicht erreicht werden.

In der Anzeige hieß es unter drei Fotos der Logo-freien Jumbo-Jets, der Besitzer sei «unauffindbar». Würden die Maschinen nicht innerhalb von 14 Tagen abgeholt, werde MAHB sie verkaufen. Mit dem Geld sollten ausstehende Unkosten und Schulden beglichen werden. Flughäfen verlangen unter anderem Parkgebühren für Flugzeuge.

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