«Flüchtlinge» ist das Wort des Jahres 2015

«Flüchtlinge» ist zum Wort des Jahres 2015 gekürt worden. Es stehe für das beherrschende Thema, begründet die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden die Entscheidung.

Hungerstreik der Flüchtlinge am Brandenburger Tor in Berlin 2013. (Foto: Flickr/ Gespräch mit Bernd Riexinger und den MdB Petra Pau by Fraktion DIE LINKE. im Bundestag CC BY 2.0)

Hungerstreik der Flüchtlinge am Brandenburger Tor in Berlin 2013. (Foto: Flickr/ Gespräch mit Bernd Riexinger und den MdB Petra Pau by Fraktion DIE LINKE. im Bundestag CC BY 2.0)

«Flüchtlinge» ist zum Wort des Jahres 2015 gekürt worden. Es sei stark im deutschen Wortschatz verankert und stehe für das zentrale Thema, begründete die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden am Freitag die Entscheidung. Die Jury hatte aus rund 2500 Vorschlägen einen Begriff gewählt, der das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben eines Jahres sprachlich besonders bestimmt hat.

Auf Rang zwei landete «Je suis Charlie», der weltweite Solidaritätsslogan nach dem Terroranschlag am 7. Januar auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo» in Paris. Auf Rang drei folgte «Grexit», das Wortgebilde für die Diskussion um einen Austritt des krisengeschüttelten Griechenland aus der Eurozone.

2014 war die Berliner «Lichtgrenze» zum Mauerfall-Jubiläum das Wort des Jahres. Den sprachlichen Nerv der Zeit hatten in den Jahren zuvor – nach dem Urteil der Jury – die Abkürzung GroKo (2013), die Rettungsroutine (2012) und der Stresstest (2011) getroffen.

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