Belgien greift durch: Nikab-Trägerin soll ins Gefängnis

Die Staatsanwaltschaft in Belgien will eine Muslima wegen ihres Nikabs für 18 Monate hinter Gitter bringen. Die Polizei wollte die Frau wegen ihrer Vollverschleierung kontrollieren. Darauf hin hatte sie sich gewaltsam zur Wehr gesetzt.

In Belgien ist „das Tragen jedes Kleidungsstücks, welches das Gesicht ganz oder hauptsächlich verhüllt“ verboten. (Foto: Flickr/ by Montse PB CC BY 2.0)

In Belgien ist „das Tragen jedes Kleidungsstücks, welches das Gesicht ganz oder hauptsächlich verhüllt“ verboten. (Foto: Flickr/ by Montse PB CC BY 2.0)

Zugetragen hat sich der Vorfall bereits im Frühjahr 2012. Damals war die Frau in der belgischen Hauptstadt festgenommen und auf eine Polizeistation gebracht worden. Nach Angaben der Beamten soll sie im Verlauf der Verhaftung zwei Polizisten verletzt haben.

„Die Festnahme der Frau hatte für viel Aufsehen in Belgien gesorgt, nach ihr kam es zu Auseinandersetzungen zwischen aufgebrachten Jugendlichen und der Polizei im Brüsseler Problembezirk Molenbeek“, berichtet hierzu das Portal Islam iQ.

Der belgische Gesetzgeber hat die Vollverschleierung bereits im Jahr 2011 untersagt. Verboten ist demnach „das Tragen jedes Kleidungsstücks, welches das Gesicht ganz oder hauptsächlich verhüllt“. Zuwiderhandlungen werden mit 140 Euro geahndet. Die Gruppe der potentiall Betroffenen ist allerdings überschaubar. Dem Ballt zufolge leben n Belgien nur etwa 270 muslimische Frauen, die ein Nikab tragen.

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