Bildung: Deutsch-türkische Akademiker und Auswärtiges Amt motivieren Migranten-Kinder

Die deutsch-türkische Akademikervereinigung TD-Plattform hat mit dem Auswärtigen Amt einen Jahresempfang in Berlin organisiert. Das Selbstverständnis Deutschlands verändert sich und deshalb wünscht sich das Amt, dass der diplomatische Dienst die Vielfältigkeit Deutschlands widerspiegelt. Das Motto lautet: Wir sind alle Deutschland.

Das Auswärtige Amt in Berlin. (Foto: Flickr/ EuroDIG 2014 by hoferichter Public Domain Mark 1.0)

Das Auswärtige Amt in Berlin. (Foto: Flickr/ EuroDIG 2014 by hoferichter Public Domain Mark 1.0)

Die Türkisch-Deutsche Studierenden und Akademiker Plattform (TD-Plattform) hat am Freitag in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt in den Räumlichkeiten des Auswärtigen Amts einen Jahresempfang gegeben. Die Begrüßungsreden wurden von Michael Roth, Staatsminister im Auswärtigen Amt, Caner Aver, Präsident TD-Plattform und Hüseyin Avni Karsıoğlu, Botschafter der Republik Türkei, gehalten. Begleitet wurde der Abend von der deutsch-türkischen Musikgruppe „mavi makam“. Besonders interessant war, dass Kai Baldow, Akademie Auswärtiger Dienst – Ausbildungsleiter höherer Dienst, die Gäste über die Berufsperspektiven im Auswärtigen Amt aufklärte. Das Auswärtige Amt habe in ihren diplomatischen Reihen Architekten, Sozialwissenschaftler, Rechtswissenschaftler und Menschen mit und ohne Migrationshintergrund aus weiteren Berufsfeldern.

Baldow erwähnte, dass sein Amt im Ausland die deutsche Gesellschaft möglichst präzise präsentieren möchte. Das sei das Ziel und deshalb wünsche er sich mehr Bewerber mit Migrationshintergrund. Deutschland und seine Kultur verändere sich durchgehend und das sei gut so. „Ich möchte Ihnen hier ein Beispiel dafür geben, was Heimat für mich bedeutet. Als ich im diplomatischen Dienst in Westafrika gewesen bin, habe ich in den Straßen das Lied der türkischen Sängerin Sezen Aksu gehört. Urplötzlich musste ich an meine Heimat Deutschland und insbesondere Berlin denken. Das zeigt, dass Einwanderer unser gemeinsames Land und unser Selbstverständnis verändern und sich aber auch die Einwanderer im Verlauf ihres Lebens in Deutschland verändern“, so Baldow.

Der Präsident der TD-Plattform, Caner Aver, wies darauf hin, dass ihm die Bildung von jungen Menschen in Deutschland eine Herzensangelegenheit ist. Deshalb seien die Mitglieder seiner Organisation und er selbst ehrenamtlich tätig. Die Diplomaten Karsıoğlu und Roth gingen auf die Wichtigkeit der Kooperation zwischen der Türkei und Deutschland sein. Es gebe viele Herausforderungen in der heutigen Welt, die nur gemeinsam gemeistert werden können, stimmten beide überein.

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