Türkisches Fischerboot: Wir haben keinerlei Warnschüsse gehört

Der russische Zerstörers "Smetliwi" hat in der Ägäis ein türkisches Fischerboot mit Warnschüssen gestoppt. Das Boot hatte zuvor nicht auf Warnungen der Russen reagiert. Die Fischer-Crew sieht den Vorfall ganz anders. Man habe weder Warnschüsse gehört oder beobachtet.

Der Vorfall in den türkischen Medien. (Screenshot YouTube)

Der Vorfall in den türkischen Medien. (Screenshot YouTube)

Der Kapitän des Fischerboots, Muzaffer Geçici, sagte der Nachrichtenagentur Dogan, dass sie keinerlei Warnschüsse gehört oder beobachtet hätten. „Unsere Fahrt wurde aufgezeichnet. Wir haben die Aufzeichnungen den Behörden übergeben und werden mit unserem Fischereibetrieb fortfahren. Wir haben zwar ein Schiff in etwas weiter Ferne gesehen, doch wir hielten das Schiff für ein Nato-Schiff, zitiert Haberturk den Fischer.

Die Besatzung eines russischen Kriegsschiffs hat nach offiziellen Angaben in der Ägäis Warnschüsse abgegeben, um eine Kollision mit einen türkischen Fischerboot zu vermeiden. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte am Sonntag mit, das türkische Boot habe auf Funksignale und erste Warnungen des russischen Zerstörers „Smetliwi“ nicht reagiert. Nach den Warnschüssen hab es seinen Kurs scharf geändert und den Zerstörer in rund 500 Meter Abstand passiert. Der Zwischenfall ereignete sich den Angaben zufolge am Sonntagmorgen. Das Ministerium habe den türkischen Militärattache in Moskau einbestellt.

Die Beziehungen zwischen Russland und der Türkei sind seit dem Abschuss eines russischen Kampfflugzeugs gespannt. Ende November hatte die Türkei das Flugzeug in Syrien abgeschossen, weil es den türkischen Luftraum verletzt hatte.

Nach dem Zwischenfall hatte Russlands Präsident Putin die russischen Truppen angewiesen, alle Provokationen im Keim zu ersticken und im Bedrohungsfalle sofort zu schießen.

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