Russen zwingen türkisches Schiff im Schwarzen Meer zum Abdrehen

Einen Tag nach den russischen Warnschüssen in Richtung eines türkischen Fischerboots haben die Russen nun ein türkisches Boot zum Abdrehen gezwungen. Der Vorfall ereignete sich im Schwarzen Meer. Angeblich habe das Schiff den Weg zweier Schiffe gekreuzt, die Bohrinseln im Schlepptau hatten.

Der jüngste Vorfall in den türkischen Medien. (Screenshot ajanshaber.com)

Der jüngste Vorfall in den türkischen Medien. (Screenshot ajanshaber.com)

Im Schwarzen Meer ist es erneut zu einer Konfrontation zwischen der Türkei und Russland gekommen. Eine russische Korvette und ein Boot der Küstenwache hätten ein unter türkischer Flagge fahrendes Schiff zum Abdrehen gezwungen, teilte das auf der Krim beheimatete Energieunternehmen Chernomorneftegaz am Montag mit. Das türkische Schiff habe den Weg von Schiffen des Unternehmens gekreuzt, die Bohrinseln im Schlepptau gehabt hätten.

Am Sonntag hatte ein russischer Zerstörer in der Ägäis Warnschüsse auf ein türkisches Fischerboot abgegeben, um eine Kollision zu verhindern. Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu bezeichnete in der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“ die russische Reaktion als übertrieben. Das türkische Schiff sei nur ein Fischerboot gewesen. Die Geduld der Türkei mit Russland sei nicht unbegrenzt, sagte Cavusoglu. Seit dem Abschuss eines russischen Kampfflugzeuges durch die Türkei im Grenzgebiet zu Syrien ist das Verhältnis beider Länder angespannt.

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