Tausende fliehen aus umkämpfter Stadt Diyarbakir

Schwere Gefechte zwischen der Terrororganisation PKK und türkischen Sicherheitskräften haben offenbar Tausende Menschen in Diyarbakir zur Flucht gezwungen. Besonders brenzlig sei die Lage im Viertel Sur. Die Oppositionspartei HDP hat für diesen Montag einen Protestmarsch angekündigt.

In der Stadt Diyarbakir herrscht Ausnahmezustand. (Screenshot YouTube)

In der Stadt Diyarbakir herrscht Ausnahmezustand. (Screenshot YouTube)

In der südosttürkischen Stadt Diyarbakir sind Tausende Menschen vor Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und der Terrororganisation PKK geflohen. Mehr als 10 000 Anwohner hätten das Viertel Sur in der Kurdenmetropole verlassen, sagte ein Sprecher des Menschenrechtsvereins (IHD) in Diyarbakir der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Die vor mehr als einer Woche verhängte Ausgangssperre sei noch immer in Kraft und die Kämpfe dauerten an.

Auch türkische Medien berichteten von Tausenden, die wegen schwerer Gefechte auf der Flucht seien. Gebäude in Sur wurden stark beschädigt, wie auf Bildern zu sehen war. Ein Anwohner sagte der Deutschen Presse-Agentur am Telefon, sie hätten im Viertel seit Tagen kein Wasser und Strom. Lebensmittel seien knapp.

Die Oppositionspartei HDP hatte für Montag einen Protestmarsch angekündigt, um gegen die Ausgangssperre zu protestieren.

Seit Juli eskaliert der Konflikt zwischen PKK und türkischer Regierung. Vor allem im Südosten der Türkei kommt es immer wieder zu Gefechten.

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