Proteste gegen Ausgangssperre: Sieben Tote in der Türkei

Bei Zusammenstößen mit türkischen Sicherheitskräften sind im überwiegend kurdischen Südosten des Landes nach Behördenangaben sieben Menschen ums Leben gekommen. In Diyarbakir gingen am Montag Hunderte Bewohner gegen eine Ausgangssperre in einem Viertel der Großstadt auf die Straße.

Szenen aus Diyarbakır. (Screenshot YouTube)

Szenen aus Diyarbakır. (Screenshot YouTube)

Bei dem gewalttätigen Protest seien zwei Menschen getötet worden, sagten Zeugen und ein Krankenhausmitarbeiter. Aus Sicherheitskreisen verlautete zudem, in der nahegelegenen Provinz Mardin seien fünf kurdische Aufständische getötet worden.

Seit dem Ende des Waffenstillstandes zwischen den türkischen Sicherheitskräften und der Terrororganisation PKK im Juli hat die Regierung in vielen Gebieten ganztägige Ausgangssperren verhängt.

Die Demonstration in Diyarbakir, zu der die prokurdische HDP aufgerufen hatte, war nach Angaben der Behörden verboten worden. Die Polizei setzte Wasserwerfer, Tränengas und gepanzerte Fahrzeuge ein. Die Demonstranten bewarfen die Einsatzkräfte mit Steinen.

Ladenbesitzer hatten ihre Geschäfte schon vor der Protestaktion geschlossen. Das öffentliche Leben kam zum Teil zum Erliegen: So wurde der Müll nicht abgeholt, und die meisten Schüler gingen nicht zur Schule.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.