Befürchtung: IS lässt behinderte Kinder ermorden

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) soll einer neuen Fatwa folgen. Abgesehen haben es die Dschihadisten demnach auf Kinder mit Downsyndrom und anderen Behinderungen. Erlaubt sei die Tötung von erkrankten Neugeborenen, aber auch älteren Kindern.

Eintrag auf der Facebookseite "Mosul Eye". (Screenshot)

Eintrag auf der Facebookseite „Mosul Eye“. (Screenshot)

Die Terroristen des IS erreichen derzeit offenbar eine neue Stufe der Grausamkeiten. Bislang schockierten sie im Irak und in Syrien mit Enthauptungen, Verbrennungen oder Ertränkungen. Auch durch einen Sturz vom Dach kamen ihre Opfer zu Tode. Jetzt sollen sie es auf Kinder mit Handicap abgesehen haben. Eine unabhängige Prüfung der entsprechenden Berichte gibt es bislang aber nicht.

Exclusive – Mosul Eye#IAmDisabledTheCaliphWillKillMeISIL issues „Fatwa“ to exterminate children with Down’s…

Posted by Mosul Eye on Sonntag, 13. Dezember 2015

„Die Berichte, unter anderem des „Evening Standard“, „Mirror“ und „Daily Mail“ stützen sich auf einen Facebook-Eintrag der Aktivistenwebsite „Mosul Eye“, laut der ein Scharia-Richter im Dienste der radikalen Islamisten eine Fatwa ausgesprochen haben soll. Es handele sich um einen Saudi namens Abu Said Al-Dschazrawi. Solche Kleriker haben die Aufgabe, die extremistischen Vorstellungen des IS mit entsprechender pseudoreligiöser Rechtsprechung zu stützen“, schreibt n-tv.

Besagte Fatwa erlaube es dem Nachrichtenportal zufolge, Neugeborene mit Downsyndrom, angeborenen Behinderungen oder Fehlbildungen zu töten. Genauso betroffen seien demnach ältere Kinder mit schweren Behinderungen. „ ‚Mosul Eye‘ zählte bisher 38 Fälle von Kindstötungen. Betroffen seien hauptsächlich die Kinder von IS-Kämpfern, die diese mit mutmaßlich versklavten Frauen gezeugt haben“, so n-tv. „Die Babys im Alter von einer Woche bis drei Monate seien entweder mit Giftspritzen oder durch Ersticken ermordet worden.“

Der Blog „Mosul Eye“ werde von einem in Mossul lebenden Historiker betrieben, der gegen den IS ist und anonym bleiben möchte. Er berichte regelmäßig darüber, wie der IS den Bürgern der Stadt das Leben mit Gewalt, Schikane und Plünderungen schwer mache, so Focus Online.

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