USA setzen Erdoğan unter Druck: Türkei muss Kampf gegen IS ausweiten

US-Verteidigungsminister Ashton Carter hat die Türkei zu einem stärkeren Einsatz im Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) aufgefordert. Bei einem Besuch auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik sagte Carter am Dienstag, vorrangig sei die Sicherung eines rund 100 Kilometer langen Grenzabschnitts zu Gebieten in Syrien, die vom IS kontrolliert werden.

US-Verteidigungsminister Ashton Carter in der Türkei. (Screenshot YouTube)

US-Verteidigungsminister Ashton Carter in der Türkei. (Screenshot YouTube)

Der Türkei komme bei der Bekämpfung des IS eine enorm wichtige Rolle zu. „Wir schätzen, was sie unternehmen. Wir wollen, dass sie aber noch mehr tun“, sagte Carter. Über den Grenzabschnitt gelangen unbestätigten Berichten zufolge Ausländer, die sich dem IS anschließen wollen, nach Syrien oder reisen darüber nach ihrer Ausbildung als Kämpfer wieder aus. Zudem soll der IS dort seinen Öl-Schwarzhandel abwickeln.

US-Präsident Barack Obama hatte am Montag Carter in den Nahen Osten entsandt, um mehr militärische Hilfe für die internationale Anti-IS-Allianz einzufordern. Erfolge müssten sich schneller einstellen, hatte Obama gesagt. Am Dienstag kündigte Saudi-Arabien eine islamische Militärallianz aus 34 Staaten zur Bekämpfung des Terrorismus an.

Der Stützpunkt Incirlik ist ein Dreh- und Angelpunkt für die Luftangriffe der von den USA angeführten internationalen Allianz gegen den IS. 59 amerikanische, türkische, katarische und deutsche Flugzeuge und Drohnen starten derzeit von der Basis aus zu ihren Kampf-, Aufklärungs- und Versorgungseinsätzen.

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