Die erste Kampfpilotin der Welt war eine Türkin

Im türkischen Top-Management sollen derzeit mehr Frauen vertreten sein, als in der Europäischen Union. Doch lange, bevor das Thema Emanzipation die breite Masse erreichte, machte eine junge Türkin mit einem außergewöhnlichen Beruf von sich Reden. Sabiha Gökçen, die erste Kampfpilotin der Welt.

Sabiha Gökçen, ein Vorbild für moderne Frauen. (Screenshot)

Sabiha Gökçen, ein Vorbild für moderne Frauen. (Screenshot)

Die junge Frau, die heute als Atatürks Lieblingstochter bekannt ist, ergriff ihre Chance auf eine einmalige Karriere bereits im zarten Alter von zwölf Jahren. Damals, im Jahr 1925, besuchte der Staatsgründer Bursa in Westanatolien, die Heimatstadt der Halbwaisin. Atatürk beeindruckte das Mädchen im Empfangskomitee, das kurz darauf eines seiner acht Adoptivkinder wurde und so natürlich auch eine ordentliche Schulbildung erhielt.

An der Seite Atatürks besuchte sie am 5. Mai 1935 eine Flugschau. Hierzu schreibt der BR:

„Sie ist Feuer und Flamme. Der Präsident liest der jungen Dame also den brennenden Wunsch von den Augen ab und schickt sie auf eine Pilotenschule. Denn nach seinem Credo kann die Türkei nur dann eine starke und moderne Nation sein, wenn Männer und Frauen daran mitarbeiten.

Im Laufe ihrer Karriere soll sie insgesamt 22 verschiedene Flugzeugtypen geflogen sein. Mehrmals war sie im Kampfeinsatz und habe für ihre Tapferkeit sogar den höchsten türkischen Fliegerorden erhalten.

Heute gilt  Sabiha Gökçen als die prominenteste Türkin ihrer Generation. In ihren letzten Lebensjahren habe sie sich immer mehr um die politische Entwicklung in der Türkei. So beklagte sie auch den Aufmarsch der Islamisten:

„’Es fällt mir auf, dass immer mehr Frauen Kopftuch tragen‘, sagte sie ein Jahr vor ihrem Tod. Das entspricht den Sorgen der säkularen Spitzenpolitiker und der Militärs in der Türkei. Sie alle kamen zur Trauerfeier für Sabiha Goekcen.“

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.