Anschlag auf US-Konsulat vereitelt: Türkische Polizei nimmt IS-Anhänger fest

Die türkischen Sicherheitsbehörden haben am Dienstag ein Mitglied der Extremistenmiliz Islamischer Staat festgenommen. Dem aus Syrien stammenden Mann werde vorgeworfen, ein Selbstmordattentat auf das US-Konsulat in Istanbul geplant zu haben.

Das US-Konsulat in Istanbul. (Foto: Flickr/ US Istanbul consulate by Day Donaldson CC BY 2.0)

Das US-Konsulat in Istanbul. (Foto: Flickr/ US Istanbul consulate by Day Donaldson CC BY 2.0)

Der Mann sei von der Polizei in Kahramanmaras an der syrischen Grenze festgenommen worden, meldete die Nachrichtenagentur Dogan.

Das Konsulat hatte in der vergangenen Woche seine Arbeit für einen Tag weitgehend eingestellt. Als Grund waren Informationen über eine mögliche Bedrohung genannt worden. Im Oktober wurden in Ankara bei zwei Selbstmordanschlägen mehr als 100 Menschen getötet. Die Türkei beteiligt sich an Angriffen der US-geführten Allianz auf den IS.

Nach den Anschlägen in Paris im vergangenen Monat hatten die USA ihre Bürger vor einer gestiegenen Terrorgefahr weltweit gewarnt. Eine derart umfassende Reisewarnung ist äußerst selten.

Angesichts einer verstärkten „terroristischen Bedrohung“ ergehe eine allgemeine Reisewarnung an alle Landsleute, teilte das US-Außenministerium am Montag in Washington mit. Die derzeit vorliegenden Informationen ließen den Schluss zu, dass extremistische Organisationen wie der Islamische Staat (IS), Al-Kaida oder Boko Haram weitere Anschläge „in vielen Regionen“ der Welt planten.

Das Ministerium verwies dabei auf die jüngsten Anschläge in Frankreich, in der Türkei, in Mali und in Nigeria. „US-Bürger sollten wachsam sein, wenn sie sich an öffentlichen Plätzen aufhalten oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen“, hieß es in der Reisewarnung weiter. Größere Menschenmengen sollten gemieden werden, und besondere Wachsamkeit sei während der Ferienzeit geboten.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.