Grünen-Politiker Beck fordert Akzeptanz für Schächten und Kopftuch

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck wirbt für mehr Akzeptanz religiöser Bedürfnisse von Flüchtlingen. Nach Ansicht des Politikers hänge unter anderem davon die Integration dieser Menschen in die Gesellschaft ab. Insbesondere stellte Beck auf die Themen religiöse Kopfbedeckung, das Schächten und die Beschneidung ab.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck. (Foto: Flickr/ by Thomas Vogt CC BY 2.0)

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck. (Foto: Flickr/ by Thomas Vogt CC BY 2.0)

Volker Beck äußerte sich in der Phoenix-Sendung „Unter den Linden“ über die seiner Ansicht nach notwendigen Anstrengungen für eine gelungene Integration der Flüchtlinge. Insgesamt, so seine Botschaft, müsse die deutsche Gesellschaft nach toleranter werden. Auf der anderen Seite sind es aber auch die Menschen, die nach Deutschland kommen, die seiner Ansicht nach Zugeständnisse machen müssen.

Nach Auffassung von Beck hänge die Integration vieler Flüchtlinge auch davon ab, ob man in Deutschland bereit sei, die religiösen Bedürfnisse der Flüchtlinge zu akzeptieren. „Notwendig ist auch der Respekt der Mehrheitsgesellschaft gegenüber den religiösen Vorstellungen und Vorschriften von Minderheitsreligionen“, zitiert ihn Phoenix. Explizit habe der Politiker in diesem Zusammenhang die religiösen Kopfbedeckungen, das religiös begründete Schächten von Tieren und die Beschneidung erwähnt. Gleichzeitig müssten die Menschen, die hier um Asyl bitten würden, aber auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie die friedliche Auseinandersetzung bei unterschiedlicher Meinung akzeptieren. Für notwendig erachtet er zudem die Einrichtung qualitativ unterschiedlicher Integrationskurse.

Da die Flüchtlinge aus Ländern stammten, in denen der Hass auf Israel verbreitet sei, müsse Beck zufolge auch die Abwehr von Antisemitismus ein Thema sein. „Diese Aufgabe müssen wir angehen und ich erwarte mir hier, dass auch Moschee-Vereine und islamische Verbände sich beteiligen.“ Generell sah der Grünen-Politiker nur in einer engen Zusammenarbeit mit den syrischen Anrainerstaaten die Chance für eine Entlastung beim Flüchtlingszuzug. „Wir müssen sehen, dass wir eine Welt sind. Die Probleme der Türken, Jordanier und Libanesen sind auch die Probleme der Europäer. Wir müssen diesen Ländern helfen, den Menschen eine Integrationsperspektive zu geben.“

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