Milliardenhilfe von der EU: Türkei will keine Einmischung bei Verteilung

Die Türkei erwartet zur Bewältigung der Flüchtlingskrise innerhalb eines Jahres drei Milliarden Euro von der EU. Über die Verwendung will Ankara allerdings allein entscheiden. Entsprechende Pläne gebe es bereits.

Die von der Europäischen Union versprochenen drei Milliarden Euro für die Flüchtlingshilfe sollen nach Angaben der Türkei innerhalb eines Jahres ausgezahlt werden. Das Geld solle nur für Syrer verwendet werden, kündigte der Europaminister Volkan Bozkir nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwoch in Ankara an.

Die EU hatte sich mit der Türkei Ende November bei einem Sondergipfel auf eine engere Zusammenarbeit in der Flüchtlingskrise verständigt. Die Regierung in Ankara verpflichtete sich dazu, die Grenzen besser zu schützen. Als Gegenleistung versprach die EU eine Ausweitung der Beitrittsverhandlungen und drei Milliarden Euro für die Flüchtlingshilfe.

Bozkir sagte weiter, die Türkei wolle selbst entscheiden, wofür sie das Geld verwende. Die EU dagegen wolle eine Kommission einrichten und eine gemeinsame Entscheidung. «Wir haben Pläne, wofür wir das Geld ausgeben, und werden das bald bekanntgeben», sagte Bozkir.

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