Boris Becker sagt aus Sicherheitsgründen Auftritt in Istanbul ab

Alle Überredungskünste halfen offenbar nicht: Dem ehemaligen Tennisstar Boris Becker ist es in Istanbul derzeit zu gefährlich. Einen Auftritt bei einer Konferenz hat er abgesagt. Seine Gage soll jetzt an Straßenkinder gehen.

Der ehemalige Tennisstar Boris Becker. (Screenshot YouTube)

Der ehemalige Tennisstar Boris Becker. (Screenshot YouTube)

Der frühere Tennisstar Boris Becker hat einen Auftritt bei einer Marketing-Konferenz in der türkischen Metropole Istanbul aus Sorge vor möglichen Terroranschlägen abgesagt. Der 48-Jährige habe mitgeteilt, er werde wegen „Terror- und Sicherheitsrisiken“ nicht nach Istanbul kommen, meldete die Online-Ausgabe der Zeitung „Hürriyet“ am Donnerstag unter Berufung auf die Veranstalter der „Marka 2015 Konferansi“. Die Agentur, die Beckers Auftritt vermittelte, habe vergeblich versucht, den ehemaligen Wimbledon-Gewinner umzustimmen. Die für Becker vorgesehene Gage soll nun für Straßenkinder gespendet werden.

Das US-Konsulat in Istanbul war nach einer Sicherheitswarnung in der vergangenen Woche vorübergehend für den Besucherverkehr geschlossen worden. Auch die US-Botschaft in der türkischen Hauptstadt Ankara schränkte diese Woche den Besucherkehr ein.

Nach Presseberichten vermuten türkische und US-Geheimdienstvertreter, dass Dschihadisten der Miliz Islamischer Staat (IS) versuchen könnten, Selbstmordanschläge auf US-Einrichtungen in der Türkei zu verüben. Zwei mutmaßliche IS-Gewalttäter wurden in diesem Zusammenhang bisher festgenommen.

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