EU lobt die Türkei: Großartige Arbeit für Flüchtlinge

Deutschland und die EU loben die Türkei ausdrücklich für den Einsatz für die Flüchtlinge. Doch sie finden auch noch etwas anderes.

Flüchtlinge am Strand von Ayvacik. (Screenshot YouTube)

Flüchtlinge am Strand von Ayvacik. (Screenshot YouTube)

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und der EU-Kommissar für Migration, Dimitris Avramopoulos, haben die enge Zusammenarbeit mit der Türkei in der Flüchtlingskrise verteidigt. «Das ist kein Flirt mit der Türkei, das ist eine Zusammenarbeit aufgrund gemeinsamer Interessen», sagte Avramopoulos am Donnerstag bei einer Diskussionsveranstaltung mit Bürgern in Berlin. De Maizière erklärte: «Die Türkei hat ohne große internationale Hilfe Hunderttausende Flüchtlinge zu Beginn des Bürgerkriegs aufgenommen ohne zu klagen.» Diese Leistung müsse man loben.

Die EU hatte sich mit der Türkei Ende November bei einem Sondergipfel auf eine engere Zusammenarbeit in der Flüchtlingskrise verständigt. Die Regierung in Ankara verpflichtete sich dazu, die Grenzen besser zu schützen. Als Gegenleistung versprach die EU eine Ausweitung der Beitrittsverhandlungen und drei Milliarden Euro für die Flüchtlingshilfe. Ein am Mittwoch veröffentlichter Bericht von Amnesty International wirft jedoch ein schlechtes Licht auf die Flüchtlingspolitik der Türkei. Die Menschenrechtsorganisation wirft dem Land die Abschiebung von Flüchtlingen in das Bürgerkriegsland Syrien und in den Irak vor.

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