Obama verlangt von Erdogan Respekt für die Nachbarn

In ungewöhnlich scharfer Weise hat US-Präsident Barack Obama den türkischen Präsidenten zur Ordnung gerufen. In Ankara wird die Zurechtweisung für Irritationen sorgen.

US-Präsident Obama. (Foto: Flickr/ President Barack Obama by The U.S. Army CC BY 2.0)

US-Präsident Obama. (Foto: Flickr/ President Barack Obama by The U.S. Army CC BY 2.0)

US-Präsident Barack Obama hat den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan zum Abzug der türkischen Truppen aus dem Nordirak aufgefordert. Nach Angaben des Weißen Hauses verlangte Obama in einem Telefonat am Freitag „zusätzliche Schritte“, um die Spannungen mit der irakischen Regierung zu entschärfen. Ankara müsse „die Souveränität und die territoriale Integrität des Irak“ respektieren.

Die Türkei hatte Anfang des Monats hunderte Soldaten und mehrere Panzer ins nordirakische Baschika verlegt. Die Einheiten sollten türkische Soldaten schützen, die dort neben kurdischen Peschmerga auch sunnitische Freiwillige aus dem Irak für den Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ausbilden. Die irakische Zentralregierung in Bagdad beklagte daraufhin, die Entsendung sei nicht mit ihr abgesprochen. Am Montag zog die türkische Regierung einen Teil der Truppen ab.

Nach Angaben des Weißen Hauses vereinbarten Obama und Erdogan „diplomatische Bemühungen“, um den Kampf gegen die IS-Miliz zwischen den USA, der Türkei und dem Irak besser zu koordinieren. Bei dem Telefonat sei es auch um die US-türkische Zusammenarbeit beim Kampf gegen die Dschihadisten im irakischen Nachbarland Syrien gegangen

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