Iran-Saudi-Konflikt: Türkei und Russland konkurrieren um Vermittler-Rolle

Die türkische Regierung möchte im Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran vermitteln. Zuvor hatte sich Russland als Vermittler angeboten.

Der türkische Premier Ahmet Davutoglu beansprucht im Nahen Osten eine Führungsrolle für die Türkei. (Foto: Flickr/ Ahmet Davutoğlu answering questions by Foreign and Commonwealth Office CC BY 2.0)

Der türkische Premier Ahmet Davutoglu beansprucht im Nahen Osten eine Führungsrolle für die Türkei. (Foto: Flickr/ Ahmet Davutoğlu answering questions by Foreign and Commonwealth Office CC BY 2.0)

Die Türkei bietet sich als Vermittler im Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran an. Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sagte am vergangenen Dienstag, es müsse sofort diplomatische Initiativen geben. „Die Türkei ist bereit, jede konstruktive Hilfe anzubieten, die wir können, um eine Lösung zu finden“, sagte Davutoglu vor der Parlamentsfraktion seiner konservativ-islamischen AK-Partei.

Die Türkei beansprucht seit längerem eine führende Rolle im Nahen Osten. Das Land grenzt unmittelbar an die Konfliktgebiete in Syrien und dem Irak und fürchtet deshalb ein Übergreifen der religiösen Spannungen.

Am Montag hatte bereits Russland eine Vermittlerrolle angeboten. Die Hinrichtung des schiitischen Geistlichen und Regimegegners Nimr al-Nimr im vorwiegend sunnitischen Saudi-Arabien hatte am Wochenende den Konflikt zwischen den beiden rivalisierenden Regionalmächten offen ausbrechen lassen.

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