Flüchtlingskrise: Bundesregierung will Jobs in der Türkei schaffen

Die Bundesregierung will die Situation für Flüchtlinge in Jordanien, im Libanon und in der Türkei verbessern. Insgesamt sollen rund 500.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Angeschoben werden solle das Vorhaben mit 200 Millionen Euro aus dem deutschen Entwicklungsetat.

Die Türkei ist das wichtigste Drehkreuz für Flüchtlinge aus Ländern wie Syrien, Afghanistan und dem Irak. (Foto:flickr/FreedomHouse2)

Die Türkei ist das wichtigste Drehkreuz für Flüchtlinge aus Ländern wie Syrien, Afghanistan und dem Irak. (Foto:flickr/FreedomHouse2)

Die Bundesregierung will die Flüchtlingskrise mit einer Beschäftigungsoffensive für den Nahen Osten lindern. Deutschland werde bei der für den 4. Februar angekündigten internationalen Geberkonferenz für Syrien in London „eine Art Bündnis für Arbeit“ vorschlagen, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Samstag. „Wir wollen 500.000 Arbeitsplätze für Flüchtlinge in Jordanien, dem Libanon und der Türkei schaffen“, kündigte der Minister an.

Syrische Maurer etwa könnten Unterkünfte in regionalen Flüchtlingscamps bauen, Lehrer Unterricht geben und Krankenschwestern in Gesundheitsstationen arbeiten. Von der Entlohnung von 300 Euro im Monat könnten dort ganze Familien leben. Die Kosten lägen bei insgesamt zwei Milliarden Euro für 500.000 Menschen, erläuterte Müller. Aus dem deutschen Entwicklungsetat stelle er eine Anschubfinanzierung von 200 Millionen Euro bereit, sagte Müller. „Bis zur Konferenz in London hoffen wir, möglichst viele internationale Geber von dem Programm zu begeistern.“ Die Beschäftigungsoffensive trage dazu bei, dass Flüchtlinge sich selbst versorgten. „Ich hoffe, dass wir dieses Programm bald auf befriedete Gebiete im Irak und auch in Syrien ausdehnen können“, fügte der Minister hinzu. „Die Menschen kommen nicht zu uns, wenn sie zu Hause eine Perspektive haben.

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