Türkische Religionsbehörde verbietet Augenbrauen-Zupfen

Das staatliche Religionsamt der Türkei hat eine Erklärung ausgegeben, nach der Frauen sich die Haare an den Augenbrauen nicht zupfen dürfen. Auch ein eventuell vorhandener Damenbart darf demnach nicht entfernt werden. Doch die neue Richtlinie macht auch die Frau und die Tochter des Präsidenten zu „Sünderinnen“.

Die Präsidentengattin Emine Erdogan mit perfekt gezupften Augenbrauen. (Foto: Screenshot youtube)

Die Präsidentengattin Emine Erdogan mit perfekt gezupften Augenbrauen. (Foto: Screenshot youtube)

Das staatliche Religionsamt der Türkei hat eine Fatwa ausgegeben, nach der Frauen sich die Haare an den Augenbrauen nicht zupfen dürfen. Auch ein eventuell vorhandener Damenbart darf laut Diyanet nicht entfernt werden. Jegliche Entfernung von Haaren an Augen und Oberlippe sei demnach unislamisch – und damit eine Sünde. Die einzige Situation, in der es einer Frau ausnahmsweise erlaubt sei, ihre Haare auszuzupfen, sei demnach bei einem „nicht normalen Wuchs“, der die Frau psychologisch belaste, berichtet das türkische Medium Posta.

Diyanet hatte die Fatwa auf die Nachfrage eines besorgten Gläubigen ausgegeben. Die offizielle Behörde ist für die staatstreue Auslegung des Islam zuständig. Allerdings hat die Fatwa prompt zu einer peinlichen Situation für den Präsidenten geführt. Denn auch die Gattin und die Tochter des Präsidenten, Emine und Sümeyye Erdoğan, zeigen sich in der Öffentlichkeit mit perfekt gezupften Augenbrauen, wie der türkische Sender odatv zeigt.

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