Bundesanwaltschaft klagt mutmaßlichen PKK-Funktionär an

Die Bundesanwaltschaft hat einen mutmaßlichen Funktionär der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) angeklagt. Dem 58-jährigen türkischen Staatsangehörigen Bedrettin K. wird Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen, wie die Karlsruher Behörde am Mittwoch mitteilte.

Der Beschuldigte soll demnach unter dem Decknamen „Ali“ als hauptamtlicher Kader für die Überwachung von Spenden- und Beitragssammlungen in verschiedene Regionen Deutschlands verantwortlich gewesen sein.

Die PKK kämpft seit dem Jahr 1984 gegen den türkischen Staat und strebt laut Bundesanwaltschaft einen staatenähnlichen Verbund der kurdischen Siedlungsgebiete in der Türkei, Syrien, Iran und Irak an. Sie verfüge über „militärisch strukturierte Guerillaeinheiten“, die Anschläge auf Einrichtungen türkischer Sicherheitsbehörden begehen. In Deutschland sollen PKK-Mitglieder der Anklagebehörde zufolge Finanzmittel für die Organisation beschaffen und Nachwuchs für den Guerillakampf rekrutieren

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