Hartz IV-Betrug: Hassprediger Abou Nagie bekommt Bewährung

Wegen gewerbsmäßigen Betrugs hat das Amtsgericht Köln am Donnerstag den salafistischen Prediger Ibrahim Abou Nagie zu einer Bewährungsstrafe von 13 Monaten verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Abou Nagie von Februar 2010 bis Mai 2012 unberechtigt Sozialleistungen in Höhe von rund 53.000 Euro für sich und seine Familie bezogen hat.

Laut Urteil soll Abou Nagie, der als Initiator der umstrittenen Koran-Verteilaktion „Lies“ gilt, beim Beantragen von Arbeitslosengeld II bei der Agentur für Arbeit unvollständige Angaben gemacht haben. Er soll demnach angegeben haben, dass seine Familie nur über ein Konto verfüge. Das Gericht kam der Sprecherin zufolge jedoch zu der Überzeugung, dass er ein weiteres, auf seinen Namen zugelassenes Konto besaß.

Darüber hinaus soll Abou Nagie das Konto eines freigesprochenen Mitangeklagten genutzt haben, um seinen privaten Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Damit habe er über umfangreiche finanzielle Mittel verfügt, die er jedoch wiederholt verschwieg, befand das Gericht. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt, da der Angeklagte nicht vorbestraft ist und die Taten bereits mehrere Jahre zurückliegen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.