Am Valentinstag ein Jahr: Dänen fürchten Terror immer noch

Ein Jahr nach den Anschlägen auf ein Kulturcafé und eine Synagoge in Kopenhagen fürchtet die Mehrheit der Dänen einer Umfrage zufolge immer noch den Terror. Im Laufe eines Jahres erwarten sie neue Terroranschläge.

Nach den Anschlägen beginnt die Aufarbeitung, die französischen Behörden rücken hier in den Mittelpunkt. (Screenshot YouTube)

Nach den Anschlägen beginnt die Aufarbeitung, die französischen Behörden rücken hier in den Mittelpunkt. (Screenshot YouTube)

Sechs von zehn Dänen sagten laut der repräsentativen Untersuchung für die Zeitung «Politiken» und den Fernsehsender TV2, sie erwarteten einen neuen Terrorangriff in Dänemark im Laufe eines Jahres. In einer Umfrage kurz nach den beiden Terroranschlägen am 14. und 15. Februar 2015 hatten sich etwa genauso viele Dänen entsprechend geäußert.

«Nach dem Angriff stand der Terror sehr im Fokus, und gleichzeitig geschehen eine Menge Dinge um uns herum – der Krieg in Syrien, IS und der Flüchtlingszustrom -, die allgemeine Unsicherheit mit sich bringen», sagte der Psychologe Keld Molin «Politiken». «Diese Dinge hängen im Bewusstsein der Menschen zusammen.»

Der Attentäter Omar El-Hussein hatte in der dänischen Hauptstadt am Valentinstag Schüsse auf ein Kulturcafé abgefeuert und einen Filmemacher getötet. In der darauffolgenden Nacht hatte er einen freiwilligen Wachmann vor einer Synagoge erschossen. Am frühen Morgen hatte die Polizei den Terroristen getötet. Am Sonntag erinnern sich die Kopenhagener mit einer Gedenkfeier und einer Demonstration an die beiden Todesopfer.

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