Laserstrahl blendet Piloten: Flugzeug kehrt kurz nach Start um

Weil ein Laserstrahl den Piloten geblendet hat, ist ein Passagierflugzeug auf dem Weg von London nach New York kurz nach dem Start zum Flughafen zurückgekehrt. Die Maschine der Fluggesellschaft Virgin Atlantic befand sich am Sonntagabend über Irland, als der Pilot die Umkehr nach London-Heathrow beantragte, wie aus den Flugdaten hervorging. Der Airbus hatte 252 Passagiere und 15 Besatzungsmitglieder an Bord.

Wie aus den Funkaufnahmen hervorging, informierte ein Crew-Mitglied die Flugsicherung, dass einer der Piloten „ein gesundheitliches Problem wegen eines Laser-Vorfalls nach dem Start“ habe. Die Airline erklärte am Montag auf ihrer Website, der Pilot habe über Unwohlsein geklagt. Beide Piloten hätten entschieden, dass es besser sei, umzukehren anstatt den Atlantik zu überqueren.

Vertreter der britischen Pilotengewerkschaft forderten ein Vorgehen gegen starke Laserstrahlen, die „ein zunehmendes Problem“ für die Luftfahrt seien. Zwischen 2009 und 2015 seien der britischen Luftfahrtbehörde 9000 Vorfälle gemeldet worden. Allein in London-Heathrow habe es in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres 48 Vorfälle mit Laserstrahlen gegeben.

Anfang Februar wurde nach Polizeiangaben ein Mann festgenommen, der in der Grafschaft Kent grüne Laserstrahlen auf die Cockpits von Passagierflugzeugen gerichtet hatte. Im November war laut der Pilotengewerkschaft ein British-Airways-Pilot an einem Auge verletzt worden, nachdem ein starker Laserstrahl ins Cockpit gestrahlt hatte.

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