66. Berlinale: Emma Thompson und Daniel Brühl begeistern in „Alone in Berlin“

Am Montag war tatsächlich schon wieder Halbzeit auf der Berlinale angesagt. Tag fünf des Festivals gehörte Regiesseur Vincent Perez. Im Wettbewerb präsentierte er seinen Film „Alone in Berlin“ mit Hauptdarstellerin Emma Thompson und Hauptdarsteller Brendan Gleeson.

Brendan Gleeson, Emma Thompson, Vincent Perez, Daniel Brühl und Mikael Persbrandt. (Foto: Kamuran Egri)

Brendan Gleeson, Emma Thompson, Vincent Perez, Daniel Brühl und Mikael Persbrandt. (Foto: Kamuran Egri)

Filminhalt:
Berlin, während des Zweiten Weltkrieges Juni 1940. Die nationalsozialistische Propaganda feiert den Sieg über Frankreich, während in einer Wohnküche in Prenzlauer Berg tiefe Trauer herrscht. Der Sohn von Anna (Emma Thompson und Otto Quangel (Brendan Gleeson) ist an der Front gefallen. Das Arbeiterehepaar hat lange an den „Führer“ geglaubt und ist ihm treu gedient, nun erkennt es seine Versprechungen als Lüge und Betrug. Die beiden beginnen Postkarten zu schreiben, Zeichen des Widerstands, mit denen sie aufrütteln wollen: Hitler ist ein Lügner! Stoppt die Kriegsmaschine! Tötet Hitler! Unter Lebensgefahr verteilen sie die Karten in Hauseingängen und Treppenhäusern. Bald sind ihnen SS und Gestapo auf der Spur. Und auch die eigenen Nachbarn könnten gefährlich werden.

Der letzte Roman des Schriftstellers Hans Fallada (1893–1947), im Herbst 1946 in vierwöchiger fieberhafter Arbeit verfasst, setzt dem Ehepaar Otto und Elise Hampel ein Denkmal. Zwischen 1940 und 1943 leistete es Widerstand gegen die Nazis und wurde dann mit dem Fallbeil hingerichtet. Der bereits mehrfach verfilmte Roman gilt als authentisches Zeugnis des Alltagslebens in Berlin während der NS-Zeit – eine leise, eindringliche Hymne auf Mut und Menschenwürde in einer Atmosphäre der Bespitzelung und Bedrohung.

Filmkritik:
Ein Stück Wahrheit der deutschen Geschichte der 40er Jahre. Gefühlvoll in Szene gesetzt von Regisseur Vincent Perez. Hervorragend gespielt von der Schauspielerin Emma Thompson und dem Hauptdarsteller Brendan Gleeson. Sie brillieren gemeinsam beispielhaft als ein Ehepaar, das sich gegen die Unterdrückung des Nazi-Regime zur Wehr setzt. Dazu ein guter Daniel Brühl als Gegenspieler.

Der Regisseur Vincent Perez, Daniel Brühl und Mikael Persbrandt. (Foto: Kamuran Egri)

Der Regisseur Vincent Perez, Daniel Brühl und Mikael Persbrandt. (Foto: Kamuran Egri)

Zur Pressekonferenz kam Regisseur Vincent Perez und brachte auch Emma Thompson, Brendan Gleeson, Daniel Brühl, Mikael Persbrandt, den Produzenten Stefan Arndt und Drehbuchautor Achim von Borries mit.

Der in Schweiz lebende Regisseur, Vater Spanier und Mutter Deutsche erzählte, dass sie an Original-Schauplätzen gedreht haben. Er wollte Natur und Ästhetik im Film verbinden. Es war für ihn sehr wichtig, diesen Film zu drehen, um zu zeigen, dass es auch Deutsche gab, die sich bewusst gewehrt haben. Und sei es auch mit kleine Karten.

Daniel Brühl über seine Rolle: „Er verliert sich selbst in dieser Rolle als Staatspolizei und muss sich gegenüber der SS verantworten. Es wird ihm erst klar, wie ernst die Lage ist als er gebrochen wird, weil er geschlagen wurde. Er tut nur noch seinen Job, um zu überleben und verliert seine Glauben an den Staat immer mehr.“

Emma Thompson nimmt es mit Humor! (Foto: Kamuran Egri)

Emma Thompson nimmt es mit Humor! (Foto: Kamuran Egri)

Emma Thompson: „Es war auch sehr mysteriös. Wir haben uns absichtlich gegen die Propaganda gestellt und waren fest entschlossen. Den Tod in den Augen, doch wir hatten den inneren Frieden, weil wir unsere Aufgabe getan hatten.“

Die Stars des Films in „Alone in Berlin“ wurde von der Presse mit viel Beifall gefeiert.

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