«La Route d’Istanbul»: Wenn die eigene Tochter zur Islamistin wird

Die Stimmung an der türkisch-syrischen Grenze brodelt. Tausende Kilometer weit weg versetzt der Film «La Route d'Istanbul» das Berlinale-Publikum genau in jene Region. Portraitiert wird eine Mutter, die ihre Tochter aus den Fängen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) befreien will.

In Boucharebs Film folgt Elisabeth (Astrid Whettnall) ihrer 20 Jahre alten Tochter Elodie (Pauline Burlet) von der belgischen Provinz bis ins türkisch-syrische Grenzgebiet. (Screenshot Vimeo)

In Boucharebs Film folgt Elisabeth (Astrid Whettnall) ihrer 20 Jahre alten Tochter Elodie (Pauline Burlet) von der belgischen Provinz bis ins türkisch-syrische Grenzgebiet. (Screenshot Vimeo)

Mit seinem Film über den Kampf einer belgischen Mutter um ihre Tochter, die sich radikalisiert und auf den Weg nach Syrien gemacht hat, will der französische Filmemacher Rachid Bouchareb betroffenen Eltern eine Stimme geben. «La Route d’Istanbul» feierte am Montagabend Premiere auf der Berlinale in der Reihe Panorama Special. Die Zuschauer bedachten den Regisseur und die vertretenen Schauspieler mit kräftigem Applaus und wollten es in der anschließenden Fragerunde genau wissen: Was waren seine Motive? Was hat er sich bei dem Ende gedacht?

In Boucharebs Film folgt Elisabeth (Astrid Whettnall) ihrer 20 Jahre alten Tochter Elodie (Pauline Burlet) von der belgischen Provinz bis ins türkisch-syrische Grenzgebiet. Die junge Frau hat sich immer mehr von ihrer Mutter und ihrem bisherigen Leben entfernt und einen folgenreichen Entschluss gefasst: Sie will sich in Syrien der Terrormiliz Islamischer Staat anschließen. Doch die Mutter gibt nicht auf und macht sich auf eine Reise ins Ungewisse.

Bouchareb war bereits sechsmal auf der Berlinale vertreten, zuletzt im Wettbewerb 2014 mit «La Voie de l’Ennemi». Bereits 2009 hatte er sich in «London River» mit der Sorge von Eltern um ihre radikalisierten Kinder befasst.

La Route d’Istanbul | Un film de Rachid BOUCHAREB from 3B/Tessalit on Vimeo.

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