66. Berlinale: Starauflauf für „Genius“

Der Berlinale-Dienstag stand ganz im Zeichen von Regisseur Michael Grandage und seinem Film „Genius“. Der Wettbewerbsbeitrag mit Colin Firth und Jude Law in den Hauptrollen entführt das Publikum in die 1920er Jahre und mitten hinein in die Welt der literarischen Künste.

Colin Firth schaut uns in die Kamera. (Foto: Kamuran Egri)

Colin Firth schaut uns in die Kamera. (Foto: Kamuran Egri)

Filminhalt:
New York in den Zwanzigerjahren. Der Lektor Max Perkins (Colin Firth) nimmt im Verlagshaus Scribner’s Sons zukünftige Schriftstellergrößen wie Ernest Hemingway oder F. Scott Fitzgerald erstmals unter Vertrag. Als ihm ein wildes, ungeordnetes 1000-Seiten-Manuskript des unbekannten Thomas Wolfe (Jude Law), in die Hände fällt, ist er überzeugt, ein literarisches Genie entdeckt zu haben. Gemeinsam machen sich die beiden Männer daran, das Werk herauszubringen – ein schier endloser Kampf um jede Formulierung beginnt. Dabei kommen sich der sanfte Familienmensch Perkins und der exzentrische und Hyperaktive Autor Wolfe näher, argwöhnisch beobachtet von ihren Frauen. Als „Schau heimwärts, Engel“ zum durchschlagenden Erfolg wird, zeigt sich der Schriftsteller zunehmend paranoid. Genius basiert auf A. Scott Bergs preisgekrönter Biografie „Max Perkins: Editor of Genius“, die vom renommierten Drehbuchautor John Logan (Skyfall) adaptiert wurde. Mit der Zeitreise ins New York der Roaring Twenties gibt der erfolgreiche Londoner Theaterregisseur Michael Grandage sein Kinodebüt.

Filmkritik:
Ein genialer Film mit Top-Besetzung, der toll inszeniert wurde. Jude Law als abgedrehter, hyperaktiver Autor mit einem großartigen Colin Firth als Verleger. Es ist ein Vergnügen diesen Film anzuschauen. Herausragend und brillant zugleich.

Laura Linney, Jude Law, Michael Grandage und John Logan. (Foto: Kamuran Egri)

Laura Linney, Jude Law, Michael Grandage und John Logan. (Foto: Kamuran Egri)

Zur Pressekonferenz waren der Filmemacher Michael Grandage, der Drehbuchautor John Logan, die Schaupielerin Laura Linney und die Schaupieler Colin Firth, Jude Law und Guy Pearce erschienen.

Der Regisseur Michael Grandage erzählte, dass er schon lange einen Film machen wollte und als sich John Logan an ihn wandte, dann wusste er sofort, das ist das, was er gesucht hatte.

Jude Law, Michael Grandage, John Logan und Colin Firth. (Foto: Kamuran Egri)

Jude Law, Michael Grandage, John Logan und Colin Firth. (Foto: Kamuran Egri)

Michael Grandage: „Diese wunderbare Geschichte, die ich hier entwickeln konnte. Das war für mich eine großartige Gelegenheit einen Film zu drehen, in dem die Beziehung der Figuren im Zentrum steht.“

Colin Firth schaut in die Kamera. (Foto: Kamuran Egri)

Colin Firth schaut in die Kamera. (Foto: Kamuran Egri)

Was war die schwierigste Szene rund um diese beiden Genies?
Colin Firth: „Es ist schwer hier etwas herauszugreifen. Es ist ja nicht zum ersten Mal, dass ich einen im Anzug spiele, aber so eine Person zu nehmen wie Perkins und dann einer Person gegenüber zu stellen, die so grundlegend anders ist und auch was das Temparement angeht, das ist schon was Besonderes. Ich musste ja noch über diese Schweigsamkeit, die Perkins repräsentierte hinausgehen. Jude springt von der Decke runter und tanzt auf den Tisch so wie er will und gleichzeitig muss ich auch als Perkins sichtbar sein. Es war wirklich eine großartige Sache diese Energie zum Leben zu erwecken.“

Gruppenfoto von Filmteam "Genius". (Foto: Kamuran Egri)

Gruppenfoto von Filmteam „Genius“. (Foto: Kamuran Egri)

Die tolle Schauspielerin Laura Linney neben Jude Law. (Foto: Kamuran Egri)

Die tolle Schauspielerin Laura Linney neben Jude Law. (Foto: Kamuran Egri)

Jude Law: „Für mich ist das ähnlich. Wobei wenn ich zurück denke, war es auch sehr schwierig diese Geschwindigkeit im Denken dieser beiden großartigen Männer zum Leben zu erwecken. Wir hatten ein wunderbares Drehbuch und da war die Dynamik, die Musik bereits angelegt. Das im Verhältnis dieser beiden Charaktere ist ein ganz wichtiger Punkt.
Auch in Verbindung der interlektuellen Fähigkeit beider. Von Anfang an war klar, dass wir eine gewisse Art von Stakato entwickeln müssten. Wir haben endlos gebrobt und geübt vor den Szenen, damit wir diese Geschwindigkeit im Austausch vermitteln können. Das ist für mich herausragend gewesen.“

Der Konferenzsaal war überfüllt und die Presse lobte diesen Film. Sagen wir, es hat auch gute Chancen für den Bären.

Kamuran Egri

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