Geldwäsche-Ermittlungen gegen Erdogan-Sohn Bilal in Italien

Gegen den Sohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, Bilal Erdogan, wird in Italien wegen des Verdachts auf Geldwäsche ermittelt. Noch befänden sich die Untersuchungen in einer sehr frühen Phase, heißt es.

Ein türkischer Geschäftsmann habe bei der Polizei zuvor entsprechende Vorwürfe gegen den 34-Jährigen erhoben, bestätigte der Anwalt des Geschäftsmannes am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die Staatsanwaltschaft Bologna hatte daraufhin Ermittlungen eingeleitet, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete.

Justizkreise bestätigten am Mittwoch die Ermittlungen, betonten aber, sie seien in einer sehr frühen Phase und könnten auch ergebnislos wieder eingestellt werden. Bilal Erdogan war im September vergangenen Jahres mit seiner Familie nach Bologna gezogen, um dort nach eigenen Angaben sein PhD-Studium an der Johns Hopkins University zu beenden.

Korruptionsermittlungen in der Türkei hatten sich Ende 2013 auch gegen das familiäre Umfeld des damaligen Ministerpräsidenten und heutigen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan erstreckt. Kurz darauf tauchte ein Mitschnitt eines angeblichen Telefonats zwischen Erdogan und seinem Sohn Bilal auf, bei dem es darum ging, große Mengen Bargeld in Sicherheit zu bringen. Erdogan sprach von einer Fälschung. Die Regierung ließ zahlreiche Polizisten und Staatsanwälte versetzen, die Ermittlungen wurden eingestellt.

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