Anschlag von Ankara: Erdogan will Vergeltung

Nach dem Anschlag auf einen Armeekonvoi mit dutzenden Toten und Verletzten in Ankara hat der türkische Präsidenten Recep Tayyip Erdogan Vergeltung angekündigt. Die Türkei sei entschlossen, von ihrem "Recht auf Selbstverteidigung" Gebrauch zu machen, erklärte Erdogan am Mittwoch.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. (Screenshot YouTube)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. (Screenshot YouTube)

Vize-Regierungschef Numan Kurtulmus sprach von einem Angriff „auf unsere Nation“. Die Türkei werde vor dem „Terror“ nicht zurückweichen.

Bei dem Anschlag im Zentrum Ankaras wurden mindestens 28 Menschen getötet und 61 weitere verletzt. Nach Angaben der Armee explodierte eine Autobombe, als der Militärkonvoi an einer roten Ampel hielt. Wie ein AFP-Journalist berichtete, ereignete sich später eine zweite Explosion. Medienberichten zufolge wurde sie durch ein verdächtiges Paket ausgelöst. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

Aktuell soll keiner der Verwundeten in Lebensgefahr schweben. 30 Verletzte seien inzwischen aus den Krankenhäusern entlassen worden, meldete die Nachrichtenagentur DHA am Donnerstag unter Berufung auf die Armee. 31 Menschen würden weiterhin stationär behandelt. Sie schwebten aber nicht in Lebensgefahr.

Die regierungsnahe Zeitung «Sabah» berichtete am Donnerstag unter Berufung auf Sicherheitskreise, ein Selbstmordattentäter habe das mit Sprengstoff beladene Auto in den Konvoi gesteuert und zur Explosion gebracht. Der Attentäter habe syrische Wurzeln und Verbindungen zur Terrororganisation PKK gehabt.

Der Polizei sei es gelungen, den Angreifer anhand seiner Fingerabdrücke zu identifizieren, schrieb das Blatt weiter. Der Mann sei vermutlich gemeinsam mit syrischen Flüchtlingen in die Türkei gekommen. Dabei seien seine Fingerabdrücke genommen worden.

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