Erdogan: 14 Festnahmen nach Anschlag in Ankara

Nach dem tödlichen Selbstmordattentat in Ankara sind nach Angaben der türkischen Führung 14 Verdächtige festgenommen worden. Die Zahl werde voraussichtlich noch steigen, sagte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am Donnerstag vor Journalisten in Ankara.

Der türkische Präsident Erdogan spricht zur Presse. (Screenshot Youtube)

Der türkische Präsident Erdogan spricht zur Presse. (Screenshot Youtube)

Erdogan betonte, dass dieTerrororganisation PKK und ihr syrischer Ableger PYD, beziehungsweise deren bewaffneter Arm YPG für den Anschlag verantwortlich seien. Belege dafür gibt es bislang nicht.

«Auch wenn diejenigen an der Spitze, sei es die PKK oder der PYD, sagen, dass diese Sache nichts mit ihnen zu tun hat, so hat sich durch Informationen und Belege, die unser Innenministerium und unsere Geheimdienste verschafft haben, letztendlich ergeben, dass diese Sache ihnen zuzuschreiben ist», sagte er.

Kanzlerin Angela Merkel hat nach dem Bombenanschlag in Ankara Präsident Recep Tayyip Erdogan und Ministerpräsident Ahmet Davutoglu deutsche Solidarität im Anti-Terror-Kampf zugesichert. Sie habe am Mittwochabend mit Davutoglu und am Donnerstagmorgen mit Erdogan telefoniert, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin mit. Merkel verurteilte das Attentat und sprach den Familien die Anteilnahme aus. Den Verletzten wünschte sie rasche Genesung.

Bei dem Anschlag am Mittwochabend auf einen Militärkonvoi wurden mindestens 28 Menschen getötet und über 60 weitere verletzt. Die türkische Regierung macht die verbotene kurdische Untergrundorganisation PKK und ihren syrischen Ableger YPG für den Anschlag von Ankara verantwortlich. Davutoglu kündigte Vergeltung an.

Die Bundesregierung hat Ankara in der Vergangenheit immer wieder zu einer politischen Lösung des Kurden-Konflikts aufgefordert.

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