Polizei-Posse in Wien: Döner-Fan wegen Rülpser angezeigt

Einem Wiener Döner-Freund wurde der Genuss seiner Mahlzeit gehörig verdorben. Ordnungshüter störten sich offenbar an einem Rülpser des Passanten. Diesem wurde darauf hin eine Anzeige wegen „Anstandsverletzung“ aufgebrummt.

Zugetragen hat sich die ungewöhnliche Begebenheit am späten Nachmittag des 7. Februar im Wiener Prater. Dort gönnte sich Edin M. einen Döner Kebap. Nach dem Verzehr gönnte er sich einen befreienden Rülpser. Doch dieser rief die Polizei auf den Plan. Es folgte ein Strafzettel wegen „Anstandsverletzung“.

„Der Rülpser kostete dem Feinspitz 70 Euro“, berichtet das Nachrichtenportal oe24.at über die skurrile Situation, die der Döner-Freund selbst auf Facebook schildert. Dort zeigt er sich entrüstet von der seiner Ansicht nach völlig überzogenen Reaktion der Polizei und schreibt:

„Also wenn die Wiener Polizei echt keine anderen Sorgen hat, als Menschen aufzuhalten die rülpsen, dann bin ich mir sicher, dass auch weiterhin der “ schöne“ Wiener Praterstern Tatort von Verbrechen sein wird…
Man bekämpft hier kein Verbrechen, sondern schikaniert Einwohner und bittet diese zu Kasse.

Achja und liebe Polizei: Ich danke euch für eure Ambition das Problemviertel sicherer gemacht zu haben. Die Probleme sind mit dieser Strafverfügung gelöst“

Ich möchte euch eine Geschichte erzählen. Sie heißt: „Mein Tag am Wiener Praterstern“Ein Ort vieler kleiner und…

Posted by Edin Mehic on Donnerstag, 18. Februar 2016

Hintergrund der Polizeipräsenz ist nach Angaben der Zeitung eine Serie von Gewaltverbrechen am Praterstern. Diese habe heftige Reaktionen von Polizei und Politik am Mega-Verkehrsknoten mit bis zu 250.000 Passanten pro Tag ausgelöst. Der Bezirkschef habe der Crime-Szene Kampf angesagt. Sie berichtet weiter:

„Beim ÖSTERREICH-Lokalaugenschein mit Bezirksvorsteher Karlheinz Hora (SPÖ) zeigte sich, dass die Kampfansage mehr als ernst gemeint ist: Zwei Festnahmen binnen 30 Minuten durch die knapp 30 Polizisten, die schon nachmittags mit zwölf Einsatzfahrzeugen Flagge zeigen.“

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.