Russland und Syrien umzingeln ISIS bei Aleppo

Die syrische Armee ist dabei, mit russischer Luftunterstützung den IS im Osten von Aleppo zu umzingeln. Doch die Terror-Miliz könnte bei ihrem Rückzug eines der größten Wärmekraftwerke des Landes zerstören.

Die Lage bei Ost-Aleppo. (Grafik: almasdarnews)

Die Lage bei Ost-Aleppo. (Grafik: almasdarnews)

Seit Donnerstag hat die syrische Armee (SAA) mit russischer Luftunterstützung mehrere Dörfer im Osten von Aleppo von den islamistischen Rebellen zurückerobert. Seit Oktober 2015 haben die Spezialkräfte der SAA in Aleppo über 45 Dörfern vom IS zurückerobert, berichtet Al-Masdar News. Derzeit versucht die syrische Arme, den IS bei Aleppo zu umzingeln. In den vergangenen fünf Wochen ist die SAA stetig westwärts in Richtung des Scheich Nadschar-Industriegebiet vorgestoßen, um ihre Stellungen mit dem Al-Bab-Plateau zu verbinden. Die SAA will ein Gebiet zwischen dem Al-Bab-Plateau und der Sfireh-Ebene umstellen und anschließend zuschlagen. In diesem Gebiet befindet sich der IS. Besonders große Sorgen machen den Militärs, dass das Wärmekraftwerk in Aleppo zerstört werden könnte. Das Kraftwerk befindet sich noch unter der Kontrolle des IS. Es ist nicht auszuschließen, dass der IS bei seinem Rückzug, das Kraftwerk vollständig zerstört.

Eine besonders große Rolle bei der Rückeroberung der Gebiete im Westen des Landes soll Generalmajor Suheil Al Hassan gespielt haben, der Chef der Luftwaffenaufklärung ist und die russischen Luftschläge koordiniert, berichtet die türkische Zeitung Aydinlik. Der Westen von Aleppo wurde bisher von den Regierungstruppen und der Osten vom IS kontrolliert, berichtet McGill International Review. Nach der Rückeroberung von Al-Bab will die syrische Armee die Stadt Dscharabulus zurückerobern, die sich direkt an der türkischen Grenze befindet.

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