Mindestens neun Tote bei türkischem Helikopterangriff auf PKK

Bei einem Angriff türkischer Kampfhubschrauber auf Einheiten der Terrororganisation PKK in Südostanatolien sind am Mittwoch laut Medienberichten mindestens neun Rebellen getötet worden.

In Idil hatten Mitte vergangener Woche Straßenkämpfe zwischen Sicherheitskräften und PKK begonnen. (Screenshot YouTube)

In Idil hatten Mitte vergangener Woche Straßenkämpfe zwischen Sicherheitskräften und PKK begonnen. (Screenshot YouTube)

Der Angriff habe sich in der Nähe der Stadt Idil abgespielt, wo Sicherheitskräfte seit der vorigen Woche gegen PKK-Trupps vorgehen, berichtete die offizielle Nachrichtenagentur Anadolu. Demnach wurden neun Rebellen getötet; andere Medien meldeten zwölf Tote.

Armee und Polizei gehen seit Monaten in mehreren Städten des türkischen Südostens gegen PKK-Einheiten vor. Bei den Gefechten sollen bereits mehr als tausend Menschen getötet worden sein. Ganze Straßenzüge wurden bei den mit schweren Waffen ausgetragenen Kämpfen zerstört. In Idil hatten Mitte vergangener Woche Straßenkämpfe zwischen Sicherheitskräften und PKK begonnen.

Die Online-Ausgabe der Zeitung „Hürriyet“ meldete, die PKK habe ihre Einheiten in Idil verstärken wollen, doch seien die anrückenden PKK-Trupps von Kampfhubschraubern unter Beschuss genommen worden.

Die Gefechte spielen sich vor dem Hintergrund wachsender politischer Spannungen zwischen der Regierung und der Demokratischen Partei der Völker (HDP) ab, der größten legalen Kurdenpartei der Türkei. Die HDP war in den vergangenen Tagen in die Kritik geraten, weil einige ihrer Vertreter an Trauerfeiern für den Selbstmordattenäter von Ankara teilgenommen hatten, der vergangene Woche bei einem Autobombenanschlag in der Hauptstadt 29 Menschen tötete. Die regierungsnahe Zeitung „Yeni Safak“ forderte am Mittwoch, die mit 59 Abgeordneten im Parlament vertretene HDP aus der Volksvertretung zu werfen.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.