TFF: Demirören kündigt Neuerungen an

TFF-Vorsitzender Yildirim Demirören hat eine gravierende Änderung zur neuen Saison angekündigt: Nicht der TFF selbst wird in Zukunft die Verbandsgremien wählen, sondern die Vertreter der Süper Lig-Vereine.

Verbandspräsident Yildirim Demirören hat auf der gestrigen Pressekonferenz in Istanbul eine Neuerung der TFF-Statuten angekündigt. Demnach soll ab der kommenden Saison nicht mehr der TFF den Disziplinar- (mitsamt Tahkim Kurulu als letzte Instanz) und Schiedsrichterausschuss bestimmen, sondern die Vertreter der türkischen Erstligisten in der Süper Lig. Dadurch erhoffe sich Demirören „mehr Transparenz, ein besseres Miteinander und weniger Verschwörungstheorien.“ Kritik an den Schiedsrichteransetzungen sowie an den Urteilen des PFDK seitens der Vereine werde Demirören in Zukunft daher nicht mehr akzeptieren. Darüber hinaus bezog der Verbandsvorsitzende u.a. auch Stellung zur Partie zwischen Galatasaray und Trabzonspor sowie Referee Deniz Ates Bitnel. Yildirim Demirören über…

…die Kritik an den Schiedsrichtern und am TFF:

„Diejenigen, die lange Jahre mit dabei sind, können es bestätigen. Die Namen und Schiedsrichter ändern sich. Doch letztendlich passiert jedes Jahr das gleiche. Die Diskussionen, die Verschwörungstheorien und all die Gerüchte wiederholen sich immer und immer wieder. Und ständig wird irgendjemand zum Rücktritt aufgefordert. Doch ich widme mich lieber einem jungen Spieler und seinen Karriereträumen als den Leuten, die ständig und immer wieder versuchen, alles in den Dreck zu ziehen.“

…das Spiel in der TT-Arena am Wochenende:
„Denke Sie, mich als Verbandspräsident berührt das Ganze nicht? Ich bin über die Benachteiligung Trabzonspors genauso traurig wie die Menschen aus Trabzon selbst. Heute sprechen wir über Trabzonspor, doch schon morgen wird es ein anderer Verein sein. Denn so lange sich die Mentalitäten und Grundgedanken nicht ändern, wird es das nächste Mal einen anderen Verein treffen. Das macht mich noch ein Stück weit trauriger.“

…Referee Deniz Ates Bitnel:

„Ich bin bestürzt, dass wir einen jungen und talentierten Schiedsrichter quasi verloren haben (Bitnel erwägt das Karriereende; Anm. d. Red.). Wenn wir uns weiter so verhalten, werden wir noch viele Schiedsrichter verlieren. Meine Aufgabe ist, eine Lösung für diese Probleme zu finden. Wut und Trauen kann ich mir nicht leisten.“

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.de.

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