TU Berlin schließt Gebetsräume für Muslime

Die Technische Universität (TU) Berlin schließt ihre Gebetsräume für Muslime. Staat und Religion müssten getrennt werden, so die Hochschule. Studenten und Personal müssen nun auf umliegende Gebetshäuser ausweichen

Die Gebetsräume wurden vor vielen Jahren eingerichtet, als es in Berlin noch nicht so viele Moscheen gab. (Foto: Flickr/VN Mosque (redo) 45 by Quinn Ryan Mattingly CC BY 2.0)

Die Gebetsräume wurden vor vielen Jahren eingerichtet, als es in Berlin noch nicht so viele Moscheen gab. (Foto: Flickr/VN Mosque (redo) 45 by Quinn Ryan Mattingly CC BY 2.0)

«Ich bin fest davon überzeugt, dass Religion und Staat an einer staatlichen Hochschule getrennt werden müssen», sagte TU-Präsident Christian Thomsen am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Vom 14. März an stehen demnach ein muslimischer Gebetsraum und eine Turnhalle für das wöchentliche Freitagsgebet nicht mehr zur Verfügung. Zuletzt hatten etwa die Universität Essen und die TU Dortmund ihre Gebetsräume geschlossen.

«Wir haben keine Hinweise auf Salafisten», betonte Thomsen. Der einzige Grund sei die Trennung der staatlichen Einrichtung von Kirche und Religion. Die Gebetsräume wurden ihm zufolge vor vielen Jahren eingerichtet, als es in Berlin noch nicht so viele Moscheen gegeben habe wie heute. Studenten und TU-Mitarbeiter könnten nun auf nahe gelegene Gebetshäuser ausweichen.

Am kommenden Donnerstag ist Thomsen zufolge ein klärendes Gespräch mit muslimischen Verbänden geplant. Hunderte Menschen unterzeichneten nach TU-Angaben eine Petition zum Erhalt des Freitagsgebets in der Turnhalle der Hochschule.

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