«Goldgrube» für Ermittler: Unter fünf Jahre Haft für geständigen IS-Terroristen gefordert

Die Bundesanwaltschaft hat für den geständigen IS-Terroristen Nils D. aus Dinslaken vier Jahre und neun Monate Haft beantragt. Der Mann habe sich nicht nur Verbrechen schuldig gemacht, sondern auch Straftaten und Strukturen aufgedeckt sowie mindestens zwölf Personen belastet.

Die Justiz will für entsprechende Informationen Milde walten lassen. (Foto: Flickr/ 'Living Statues 2013' Zoetermeer by FaceMePLS CC BY 2.0)

Die Justiz will für entsprechende Informationen Milde walten lassen. (Foto: Flickr/ ‚Living Statues 2013‘ Zoetermeer by FaceMePLS CC BY 2.0)

Der 25-Jährige habe der Terrormiliz Islamischer Staat die Treue geschworen und im sogenannten Sturmtrupp «bis an die Zähne bewaffnet» gedient, sagten die Vertreter der Bundesanwaltschaft am Freitag vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf.

«Er konnte die Schreie der Gefolterten Tag und Nacht hören und konnte die Folter auch sehen.» Er habe außerdem die Leiche eines Folteropfers auf einer Müllkippe vergraben, anstatt sie gemäß den Regeln des Islam der Familie zu übergeben. Nach öffentlichen Enthauptungen und Erschießungen sei er scheinbar ungerührt an abgeschlagenen Köpfen vorbei zum Essen gegangen.

Andererseits sei sein umfassendes Geständnis eine «Goldgrube» für die Ermittler. D. habe Straftaten und Strukturen aufgedeckt sowie mindestens zwölf Personen belastet. Der 25-Jährige war nach seiner Rückkehr nach Deutschland festgenommen worden. Das Urteil will das Gericht in einer Woche verkünden.

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