Türkisches Drama «Mustang» holt César-Filmpreis

Mit «Fatima» gewinnt ein Streifen über Immigranten das Rennen um den César als bester Film. Auch der Debütfilm «Mustang» holt einige Preise. Eine Ehren-Trophäe ging an einen Hollywoodstar.

Vier türkische Schwestern, die gegen die traditionelle Geschlechterrolle kämpfen. (Screenshot Youtube)

Vier türkische Schwestern, die gegen die traditionelle Geschlechterrolle kämpfen. (Screenshot Youtube)

Sozialdramen haben in diesem Jahr beim Filmpreis César abgeräumt. Die Trophäe in der Kategorie bester Film ging an «Fatima» von Philippe Faucon. Darin wird die Geschichte einer Algerierin und ihrer zwei Töchter erzählt, die in Frankreich versuchen, ihr Leben zu meistern. Insgesamt bekam der Film am Freitagabend drei Trophäen, zum Beispiel auch den für das beste adaptierte Drehbuch.

Das Drama «Mustang» über vier türkische Schwestern, die gegen die traditionelle Geschlechterrolle kämpfen, erhielt vier Auszeichnungen, darunter in der Kategorie bester Erstlingsfilm und bester Schnitt. Der Streifen der türkisch-französischen Regisseurin Deniz Gamze Ergüven, der vor wenigen Tagen auch in Deutschland angelaufen ist, wurde auch als bester ausländischer Film für einen Oscar nominiert.

Die Komödie «Madame Marguerite oder die Kunst der schiefen Töne» gewann vier Auszeichnungen, darunter die für den besten Tonschnitt und die beste Schauspielerin, Catherine Frot. Den Preis für die beste Regie gewann Arnaud Desplechin für «My Golden Days». In dem Film lässt der 55-Jährige einen Teil seiner Jugend Revue passieren. Die Trophäe für den besten Schauspieler ging an Vincent Lindon in «Der Wert des Menschen». Für seine darstellerische Leistung erhielt der 56-Jährige 2015 in Cannes bereits die Goldene Palme.

Zum besten ausländischen Film wählte die Jury der Académie des Arts et Techniques du Cinéma – der sogenannten Académie des César – die schwarze Komödie «Birdman» des mexikanischen Regisseurs Alejandro González Iñárritu. Der 52-Jährige war bei der Zeremonie am Freitagabend in Paris nicht anwesend. Die Showbiz-Satire hatte 2015 den Oscar für den besten Film erhalten. Auch Iñárritus jüngster Streifen «The Revenant» wurde dieses Jahr wieder für den Oscar als bester Film nominiert.

Der Ehren-César ging an den Hollywoodstar Michael Douglas («Wall Street: Geld schläft nicht»). Der 71-Jährige bedankte sich auf Französisch. Es sei eine Ehre, diese Trophäe von einem Land zu bekommen, das das Kino und große Schauspieler hervorgebracht habe.

Der Cannes-Gewinner «Dämonen und Wunder» von Jacques Audiard, der mit acht Nominierungen ins Rennen stieg, ging allerdings leer aus.

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