Erdogan: EU ist drei Milliarden Euro Finanzhilfe weiter schuldig

Die Türkei wartet nach den Worten von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan weiterhin vergeblich auf die von der EU in der Flüchtlingskrise zugesagte Finanzhilfe. Mittlerweile seien seit der Zusage vier Monate verstrichen ohne, dass etwas passiert sei. Brüssel muss nun endlich Ergebnisse liefern

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. (Foto: Flickr/ señor Recep Tayyip Erdogan by Presidencia de la República Mexicana CC BY 2.0)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. (Foto: Flickr/ señor Recep Tayyip Erdogan by Presidencia de la República Mexicana CC BY 2.0)

«Sie haben gesagt, wir geben Euch drei Milliarden Euro Unterstützung», sagte Erdogan am Montag in Ankara. «Vier Monate sind vergangen, sie haben sie uns immer noch nicht gegeben.»

Erdogan fügte mit Blick auf die Teilnahme von Ministerpräsident Ahmet Davutoglu am EU-Gipfel hinzu: «Der geehrte Ministerpräsident ist gerade in Brüssel. Ich hoffe, er kommt mit dem Geld zurück.»

Erdogan übte erneut Kritik an der Flüchtlingspolitik der EU. «Einerseits sagen sie, die Flüchtlinge sollen nicht kommen. Ja, aber nicht wir schicken die Flüchtlinge, sondern seht, sie kommen über das Meer. Und viele davon sterben leider.» Die Türkei habe bislang fast 100 000 Flüchtlinge aus Seenot gerettet. «Aber die anderen verursachen ihren Tod, indem sie ihre Boote aufschlitzen.» Wen er damit meinte, sagte Erdogan nicht.

Die EU verhandelt mit der Türkei darüber, wie der Zustrom von Flüchtlingen gebremst werden kann. Im Gegenzug hat die EU der Türkei bereits Ende November drei Milliarden Euro zugesagt, mit denen die Bedingungen für Flüchtlinge im Land verbessert werden sollen.

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