Galatasaray: Droht der Abschied von Lukas Podolski?

Der hohe Schuldenberg, die einjährige Europapokal-Sperre und der Aufstand der Fans bei Galatasaray: Während der Chaossaison in Istanbul steht nun auch Weltmeister Lukas Podolski vor einem Abschied. Mannschaften aus China und Amerika baggern am Kölner.

Dass Galatasaray im Moment über sehr harte Zeiten geht, ist mittlerweile allen wohlbekannt. Zwischen dem ganzen Tumult um Präsidium, Fans und Spieler richten sich die Blicke in Deutschland vor allem auf Nationalspieler Lukas Podolski bedingt an die anstehende Europameisterschaft in Frankreich in wenigen Monaten. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge werde die dubiose Finanzsituation der „Löwen“ auch dazu führen, dass der Eine oder Andere aus dem Starensemble um  Wesley Sneijder und Co. am Ende der Saison den amtierenden Rekordmeister der Türkei verlassen wird. Auch „Poldi“ ziehe einen Wechsel in Erwägung. Zumal der 31-jährige Offensivspieler im letzten Sommer in einem Interview mit dem „Express“ es klar und deutlich in Ausdruck brachte, dass  er einen Transfer nach Amerika begehren würde. Zahlreiche Clubs aus China und Amerika seien am Weltmeister bereits interessiert und hätten erste Gespräche unter anderem mit Präsident Dursun Özbek geführt.

Letzte Europameisterschaft in Frankreich

Der Hauptgrund für den Wechsel vom gebürtigen Kölner im Sommer an den Bosporus war selbstverständlich: Dass er einen Verein findet, bei welchem er genug Spielpraxis bekommt und somit fit für die Europameisterschaft ist. Mit zehn Toren und vier Vorlagen in 21 Spielen hat sich der Transfer nach Istanbul auf alle Fälle gelohnt und seinen Platz im Etat von Bundestrainer „Jogi“ Löw wird ihm vermutlich auch keiner mehr wegnehmen können. Jedoch wird Podolski in Frankreich sein womöglich letztes großes Turnier mit der Nationalmannschaft bestreiten und muss danach nicht mehr im Visier von Löw stehen. Im Winter klopften die ersten chinesischen Vereine schon an der Tür von seinem Berater mit einer 27-Millionen-Offerte für drei Jahre. Somit könnte der Außenmann zum Ende seiner Laufbahn nochmal ordentlich den Kontostand erhöhen.

Oder doch eine Rückkehr nach Köln?

Eine Rückkehr zu seinem 1. FC. Köln war laut „Prinz-Poldi“ schon immer ein großer Wunsch gewesen. Des Weiteren pflegt er auch weiterhin gute Kontakte zu dem Vorstand der „Geißböcke“ und auch die Kölner Fans wären sicherlich darüber erfreut. Jedoch möchte Podolski vorerst nicht sehr darüber nachdenken und sich vorerst auf den Erfolg vom türkischen Arbeitgeber konzentrieren: „Momentan fokussiere ich mich lieber auf die kommenden Spiele mit Galatasaray und der Europameisterschaft. Alles andere ist nebensächlich und hat seine Zeit.“

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.de.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.