Obama will Erdogan nicht treffen und bleibt Moschee-Eröffnung fern

US-Präsident Obama hat ein Treffen mit dem türkischen Präsidenten Erdogan abgelehnt. Das Verhältnis zwischen den USA und der Türkei hat sich in den zurückliegenden Monaten verschlechtert. Insbesondere Erdogans Vorgehen gegen die Kurden und seine repressive Innenpolitik stoßen auf Kritik aus Washington.

US-Präsident Obama hat ein Treffen mit dem türkischen Präsidenten Erdogan an dem diese Woche stattfindenden Nuclear Security Summit in den USA abgelehnt, wie das Wall Street Journal berichtet. Obama wird auch der Einweihung einer mit türkischen Geldern finanzierten Moschee im Bundesstaat Maryland fernbleiben. Stattdessen wird sich Erdogan mit Vize-Präsident Joe Biden treffen.

Amerikanische Behörden versuchen, die Absage herunterzuspielen. Obama habe regelmäßig Kontakt zu Erdogan. Zuletzt hätten sich die beiden Präsidenten im November persönlich getroffen und im Februar ein Telefonat geführt. „Was den Nuclear Security Summit anbelangt, gibt es keine bilateralen Gesprächspläne. Es ist also nicht so, dass Präsident Erdogan ausgeschlossen werden würde“, sagte ein Beamter dem Wall Street Journal zufolge. Der Gipfel beginnt am Donnerstag, das einzige bekannte Treffen Obamas findet mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping statt.

Die Absage weist ungeachtet der offiziellen Beteuerungen auf ein abgekühltes Verhältnis der US-Regierung zu Erdogan hin. Insbesondere das Vorgehen der Türkei gegen die kurdische Minderheit im eigenen Land wird in den USA kritisch betrachtet. Auch der zunehmend autoritäre Führungsstil Erdogans weckt Sorgen, dass eines der wichtigsten Nato-Länder zu einem Unsicherheitsfaktor in der sowieso schon unübersichtlichen Region werden könnte.

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