Flugzeug-Entführung: Täter lässt die meisten Passagiere frei, will Asyl in Zypern

Eine Maschine der Egyptair ist nach Zypern entführt worden. Der Entführer hat den Großteil der Passagiere freigelassen und will offenbar Asyl in Zypern.

Der Entführer einer ägyptischen Passagiermaschine hat in Zypern Forderungen gestellt: Wie der staatliche zyprische Rundfunk am Dienstag berichtete, will der Mann Asyl auf der Mittelmeerinsel. Aus Regierungskreisen verlautete zudem, der Entführer wolle seine frühere zyprische Ehefrau sehen, die zum Flughafen in Larnaka gebracht werde. Die Frau lebe im Dorf Oroklini in der Nähe des Airports.

Zuvor waren Dutzende Insassen freigelassen worden, darunter alle ägyptischen Passagiere. Nachdem zunächst laut der Fluggesellschaft Egyptair noch vier Ausländer und die Besatzung an Bord festgehalten wurden, ließ der Entführer später mindestens vier weitere Insassen der Maschine frei. Ein AFP-Korrespondent berichtete, dass die Freigelassenen offenbar Crew-Uniformen trugen.

An Bord des Airbus A320 waren nach Behördenangaben insgesamt 81 Passagiere.
Die Maschine war auf dem Weg von Alexandria nach Kairo und landete nach der Entführung auf dem Flughafen der zyprischen Stadt Larnaka.

Der Entführer soll nach Angaben der ägyptischen Zivilluftfahrtbehörde zunächst mit der Zündung eines Sprengstoffgürtels gedroht haben. Daraufhin wurde der Flughafen von Larnaka nach Behördenangaben vorübergehend geschlossen, alle Flüge wurden zum weiter westlich gelegenen Flughafen Paphos umgeleitet.

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