Trabzonspor: UEFA-Urteil steht bevor

Gespannt warten die Trabzonspor-Verantwortlichen auf das Urteil der UEFA. Steht den Bordeaux-Blauen ein Europapokalausschluss bevor? Oder wird es doch nur eine Geldstrafe? Zu Beginn der kommenden Woche soll Klarheit herrschen.

Überraschend hat die UEFA die Trabzonspor-Funktionäre ein weiteres und zugleich letztes Mal zur Anhörung vorgeladen. Am kommenden Montag darf Önder Bülbüloglu, Assistent von Vereinspräsident Muharrem Usta, nochmals vor der UEFA vorsprechen und die letzten Argumente gegen eine drohende Strafe liefern, ehe das endgültige Urteil gegen den Schwarzmeerklub ausgesprochen wird. „Eventuell hat man noch einige Fragezeichen im Kopf, die wir vor Ort auflösen könnten. Wir hatten ja bereits erwähnt, dass unser erstes Vorsprechen positiv angenommen wurde. Wir sind der Meinung, dass die erneute Einladung ein gutes Zeichen ist. Nach diesem Gespräch wird die UEFA ihr Urteil verkünden“, erklärte Bülbüloglu heute gegenüber der türkischen Presse.

Welches Urteil fällt die UEFA?

Zur Debatte stehen ein Europapokalausschluss, eine Transfersperre oder eine empfindliche Geldstrafe für den türkischen Erstligisten, der sich auch unter Neu-Präsident Muharrem Usta mit der Misswirtschaft der vergangenen Jahre intensiv auseinandersetzen muss. „Ich bin ehrlich. Es sieht überhaupt nicht gut für uns aus. Die finanzielle Situation ist ein Desaster. Es wird Jahre dauern, bis wir Trabzonspor endgültig in die richtigen Bahnen gelenkt haben werden“ so Präsident Usta noch vor dem ersten Treffen mit der UEFA. Ende 2015 betrug der Schuldenstand Trabzonspors 430,7 Millionen TL (ca. 133,7 Millionen EUR). Gravierender als die Verbindlichkeiten ist jedoch die Tatsache, dass in Trabzon das Verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben seit Jahren nicht mehr gestimmt hat. Das zeigt allein die Tatsache, dass in den letzten beiden Spielzeiten knapp 49 Millionen Euro in Neuzugänge investiert und das Geschäftsjahr 2015 mit einem Verlust von umgerechnet ca. 37 Millionen Euro abgeschlossen wurde.

Eine Prognose zum bevorstehenden Urteil aufzustellen, ist nahezu unmöglich. Zu unterschiedlich sind inzwischen die Maßstäbe der UEFA, die nach den jüngsten Skandalen mehr denn je ihre Glaubwürdigkeit verloren zu haben scheint.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.de.

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