Tolgay Arslan will wieder für die Türkei auflaufen

Tolgay Arslan hat dieses Jahr mit Besiktas Großes vor. Auch wenn ein Kreuzbandriss ihn am Anfang der Saison außer Gefecht gesetzt hatte, gab der gebürtige Paderborner nie auf und kämpfte sich mit großen Schritten zur alten Form zurück.

Nach seiner ersten Saison in der türkischen Süper Lig prophezeiten ihm viele Fußballexperten dieses Jahr eine große Saison hervor. Doch sämtliche Erwartungen wurden mit seiner schlimmen Verletzung zunichte gemacht. Inzwischen gehört das alles der Vergangenheit an. Auch wenn Tolgay Arslan die jüngste Niederlage seiner Mannschaft nicht verhindern konnte, wird er von Woche zu Woche immer besser und überzeugt vor allem mit seiner Ruhe am Ball.

Erst die türkische Meisterschaft, dann die EM in Frankreich

Der 25-Jährige hat jetzt nicht nur die türkische Meisterschaft im Visier. Darüber hinaus möchte er mit der türkischen Nationalmannschaft zur Europameisterschaft nach Frankreich fahren. Doch davor muss er zunächst einmal eine Erlaubnis vom ranghöchsten Gremium im internationalen Fußballgeschäft, der FIFA, bekommen. Der Grund dafür: Arslan spielte bereits in der U-19 für die Türkei. Dennoch wechselte er aufgrund diversen Vorkommnissen bei der U-20 zur deutschen Nationalmannschaft. Eine Entscheidung, an die er heute nur noch mit Kopfschütteln zurückdenkt. „Es war damals eine Fehlentscheidung mich vom Umfeld beeinflussen zu lassen. Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, dann würde ich mich für die Türkei entscheiden“, so Tolgay Arslan selbstkritisch.

Wenn die FIFA ablehnen sollte, geht der Weg weiter zum CAS

Ob er die Zeit zurückdrehen kann? Womöglich nicht. Dennoch versucht der Ex-Hamburger mit allen Mitteln die FIFA  zu überzeugen, damit er wieder für sein Heimatland auflaufen kann. Während sein erster Versuch bedauerlicherweise misslungen ist, hofft Arslan darauf, dass es dieses Mal klappen wird. Unterstützung bekam der Mittelfeldakteur bereits vom DFB, der ihm keine Steine in den Weg gelegt und die Zustimmung erteilt hat. Falls das Ergebnis bei der FIFA weiterhin negativ ausfallen sollte, wird Aslan eine Klage gegen das Urteil beim CAS (Internationaler Sportgerichtshof) einreichen.

Braucht die Türkei einen wie Tolgay Arslan?

Doch die entscheidende Frage, die man sich hier stellen muss: Braucht die türkische Nationalmannschaft, die im Mittelfeld schon so stark besetzt ist, noch einen  Spieler wie Tolgay Arslan? Wenn es nach dem Cheftrainer der Nationalmannschaft geht, dann lautet die Antwort ja. Zuletzt betonte Fatih Terim, dass er im Mittelfeld einen Spieler braucht, der sowohl den defensiven Part im zentralen Mittelfeld als auch den offensiven Teil spielen kann. Eine Beschreibung, die bestens auf den gebürtigen Paderborner passt. Dennoch ist die Konkurrenz mit Nuri Sahin, Ozan Tufan, Mehmet Topal, Selcuk Inan, Oguzhan Özyakup sowie Mehmet Ekici im zentralen Mittelfeld sehr groß. Um den Nationaltrainer zu überzeugen hat Arslan nicht mehr lange Zeit. Doch zuvor muss er sich erst mal die Erlaubnis von der FIFA „erkämpfen“.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.de.

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